Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie klar

Basis und Mächtigkeit des oberen Grundwasserleiter-Komplexes

Die beiden Karten "Basis des oberen Grundwasserleiterkomplexes" und "Mächtigkeit des oberen Grundwasserleiterkomplexes" sind inhaltlich eng miteinander verknüpft. Die eine Karte verdeutlicht die großräumige Verbreitung und die Tiefenlage (in Meter zu NN) des oberen überregional bedeutenden Grundwasserleiter-Komplexes, die andere Karte zeigt seine Mächtigkeit.

In den Lockergesteinsgebieten Niedersachsens werden großräumig zwei übergeordnete Grundwasserleiter-Komplexe unterschieden. Der obere Grundwasserleiter-Komplex setzt sich aus Sanden und Kiesen des Pleistozän sowie aus Sanden des Pliozän und des Obermiozän zusammmen. Der untere Grundwasserleiter-Komplex besteht aus durchlässigen Sedimenten des Unter- bis Mittelmiozän, den sog. Braunkohlensanden. Getrennt werden die beiden Grundwasserleiter-Komplexe durch den Grundwasserhemmer Oberer Glimmerton, der aus schluffig-tonigen Sedimenten des Mittel- bis Obermiozän besteht. Gebiete, in denen der Obere Glimmerton großflächig verbreitet ist, sind in blauen Farbtönen dargestellt (nur auf den Blättern CC2318 Neumünster, CC3118 Hamburg-West, und CC3126 Hamburg-Ost).

In den Gebieten, in denen als trennende Zwischenschicht der Obere Glimmerton fehlt, ist - großräumig betrachtet - in der Regel nur ein Grundwasserleiter-Komplex ausgebildet. Die Basis des oberen Grundwasserleiter-Komplexes bildet also entweder der Obere Glimmerton oder, bei dessen Fehlen, untermiozäne bis oligozäne Tone und Schluffe. Diese Bereiche sind in gelben bis grünen Farben gehalten. Die Mächtigkeit des oberen Grundwasserleiter-Komplexes wird in einer separaten Karte dargestellt.

Es ist möglich, dass regional andere geringdurchlässige Sedimente, wie z.B. quartäre Beckentone, die Funktion von trennenden Zwischenschichten übernehmen können. Auf Grund der vorliegenden Daten lassen sich aber zu wenig Aussagen über die flächenhafte Verbreitung von gering durchlässigen quartären Sedimenten machen, da sie nicht wie der Glimmerton über größere Bereiche eine konstante Erscheinungsform aufweisen. Daher können sie in dieser Übersichtskarte nicht berücksichtigt werden, obwohl sie für die regionale Grundwasserhydraulik oft eine große Bedeutung haben.

Je nach Informationsdichte werden die Angaben zur Tiefenlage mehr oder weniger stark zusammengefasst. Sind innerhalb einer Farbfläche nur teilweise weitere Untergliederungen möglich, erscheinen diese Tiefeninformationen als zusätzliche Linien in den Flächen.

Sie können diese Karte auf unserem Kartenserver anschauen. Dort finden Sie auch Informationen zur Kartenlegende und ausführliche Erläuterungen zum Karteninhalt.

Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Dirk Prause

Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie
Stilleweg 2
30655 Hannover
Tel: +49-(0)511-643-3354
Fax: +49-(0)511-643-533354

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