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Informationsveranstaltung zum geplanten Kollektortest im Manganknollengürtel

30.10.2018


Im April 2019 ist im deutschen Manganknollenlizenzgebiet im Zentralpazifik ein Kollektortest geplant. Der Kollektor - ein etwa 4 mal 8 Meter großes raupenartiges Tiefseefahrzeug der belgischen Firma DEME-GSR - soll in einem Testgebiet von circa 0,1 Quadratkilometer Manganknollen vom Tiefseeboden einsammeln. Der Test wird in rund 4100 Meter Meerestiefe stattfinden.

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) ist als Lizenzinhaber für das Umweltmonitoring zuständig. Der Test wird wissenschaftlich von dem europäischen Forschungskonsortium JPI-Oceans „MiningImpact“ unter Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung begleitet. Dabei werden verschiedene Auswirkungen auf die Umwelt der Tiefsee untersucht, wie z.B. der Einfluss auf die am Meeresboden lebenden Tiere sowie die räumliche und zeitliche Ausbreitung der aufgewirbelten Sedimentpartikel im Umfeld des Testgebietes.

Gestern hatte das LBEG als deutsche Meeresbodenbergbaubehörde verschiedene Natur-, Umweltschutz- und Industrieverbände zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung eingeladen. Die Vereinigungen hatten vorab schriftliche Stellungnahmen zu dem geplanten Test abgeben.

Die Verbände hatten so die Möglichkeit unter Moderation des LBEG ihre Standpunkte zu verdeutlichen und Fragen an die BGR, das GEOMAR und die belgische Firma DEME-GSR, die den Kollektor entwickelt hat, zu stellen. An der Veranstaltung im Geozentrum Hannover nahmen etwa 20 InteressenvertreterInnen teil, die ihre Anliegen vorbrachten.

Das LBEG wird jetzt gemeinsam mit dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie und dem Umweltbundesamt die eingereichten Stellungnahmen auswerten. Die Ergebnisse der Auswertung sollen bei dem geplanten Test der Firma DEME-GSR und dem begleitenden Monitoring der BGR und des Forschungskonsortiums „MiningImpact“ mit berücksichtigt werden.

Die BGR erkundet seit 2006 das deutsche Lizenzgebiet für Manganknollen im Zentralpazifik. Seitdem hat die Bundesbehörde neun Erkundungsfahrten in diese Region vorgenommen.

Weitere Informationen zur Manganknollen-Exploration der BGR im Auftrag der Bundesregierung


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30.10.2018

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