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LBEG veröffentlicht Reserven-Bericht - Erdölreserven in deutschen Feldern gestiegen

12.04.2019


Die deutschen Erdölreserven sind im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Prozent gestiegen und liegen damit bei 29 Millionen Tonnen. Das zeigt der jüngste Reserven-Bericht des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), der jetzt erschienen ist. Auslöser der positiven Entwicklung ist eine Neubewertung der Felder durch die Förderunternehmen.

Spitzenreiter im Ländervergleich ist danach Schleswig-Holstein. Hier lagern mit insgesamt 17,5 Millionen Tonnen 60,4 Prozent der deutschen Erdöl-Reserven. Das entspricht einer Zunahme von 3,9 Millionen Tonnen oder 28,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auf Platz zwei folgt Niedersachsen mit 6,4 Millionen Tonnen (minus 1,1 Millionen Tonnen im Vergleich zum Vorjahr). Rheinland-Pfalz liegt mit 4 Millionen Tonnen oder 13,9 Prozent der Gesamt-Reserven auf dem dritten Platz.

Diese positive Entwicklung der Reserven in Schleswig-Holstein spiegelt sich nicht in der Öl-Produktion. Diese sank im Berichtsjahr 2018 auf 1,12 Millionen (minus 9,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Die Ölfelder Niedersachsens produzierten im selben Zeitraum 734 000 Tonnen Öl (minus 6,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Einen Produktions-Anstieg um 17,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet hingegen Rheinland-Pfalz mit einem Gesamtergebnis von 148 000 Tonnen.

Die geschätzten Rohgasreserven der deutschen Gaslagerstätten sind im Vergleich zum Vorjahr weiter gesunken. Sie lagen am Stichtag 1. Januar 2019 bei 54,4 Milliarden Kubikmeter und damit um 8,7 Milliarden Kubikmeter niedriger als noch zum 1. Januar 2018. Hauptauslöser des steten Rückgangs ist die zunehmende Erschöpfung der Gas-Reserven. Aber auch die Bohrtätigkeit ist in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Bekannte Felder wurden nicht weiterentwickelt, Neufunde blieben aus.

Im Ländervergleich lagern in Niedersachsen nach der aktuellen Statistik mit 53,6 Milliarden Kubikmeter Rohgas 98,6 Prozent der Rohgasreserven Deutschlands.

Pressekontakt: Heinke Traeger, Tel.: 0511 643 2274, Björn Völlmar, Tel.: 0511 643 3086

E-Mail: presse@lbeg.niedersachsen.de, Internet: http://www.lbeg.niedersachsen.de


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12.04.2019

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