Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie klar

Versenkung von Lagerstättenwasser in Erdgaslagerstätte Dötlingen – Vorbereitung des Verfahrens gestartet

26.06.2017


Die ExxonMobil Production Deutschland GmbH (EMPG) plant die rund 2.700 Meter tiefe Erdgasbohrung Dötlingen T1 in der Gemeinde Großenkneten (Landkreis Oldenburg) in Zukunft als Versenkbohrung für Lagerstättenwasser nutzen.Der Antrag soll im Herbst 2018 eingereicht werden. Mit dem Vorhaben werden die Vorgaben der seit kurzem in Kraft getretenen neuen Gesetzgebung umgesetzt.

Am 14. Juni 2017 hat die EMPG ihr Projekt bei der Antragskonferenz des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) den Trägern öffentlicher Belange und den anerkannten Naturschutzvereinigungen vorgestellt.

Im Rahmen dieser Antragskonferenz wurde darüber beraten, welche Aspekte für die Umweltverträglichkeitsprüfung relevant sind. Die Naturschutzvereinigungen forderten u. a. das Verhalten des zukünftig einzubringenden Lagerstättenwassers und des noch vorhandenen Erdgases in der Lagerstätte Dötlingen zu untersuchen. Es wurde ein umfangreicher Katalog von Fragen übergeben, die im Genehmigungsverfahren geklärt werden sollen. Diese betreffen beispielsweise die Sicherheit der Anlagen, mögliche Entsorgungsalternativen, die Verhältnisse in der Lagerstätte, eventuelle Auswirkungen auf die Lagerstätte durch die frühere Gasförderungsowie die Vermeidung von Immissionen.

Des Weiteren soll im Genehmigungsverfahren geprüft werden, welche Auswirkungen das Vorhaben auf das Landschaftsschutzgebiet „Tal der Heinefelder Bäke, Engelsches Moor, Hageler Höhe, Ahlhorner Heide" und den Naturpark „Wildeshauser Geest" haben kann. Zudem wird gefordert, den Untersuchungsraum für das Schutzgut Wasser auf mehrere Kilometer auszudehnen, u. a. weil sich das Überschwemmungsgebiet Hunte in nur ca. 300 m Entfernung befindet.

Das LBEG wird die abgegebenen Hinweise und Stellungnahmen nun prüfen und den vorläufigen Untersuchungsrahmen festlegen. Dieser enthält die Anforderungen, die dann bei der Antragstellung zu beachten sind.

Allgemeine Informationen zum Thema Lagerstättenwasser


Katrin Kreil, Tel.: 0511 643 3080,
E-Mail: Katrin.Kreil@lbeg.niedersachsen.de


zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln