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Abdeckung der HaldeNiedersachsen in Wathlingen, Landkreis Celle - Erörterungstermin wird am 07.02.2019 fortgesetzt

Die K+S Baustoffrecycling GmbH hat die Abdeckung der Halde „Niedersachsen“ in Wathlingen, Landkreis Celle, beantragt. Der Erörterungstermin für die Träger öffentlicher Belange und die Naturschutzvereinigungen wird am 07.02.2019 fortgesetzt.



Die Antragsunterlagen sind vollständig online abrufbar. Siehe auch Allgemein verständliche Zusammenfassung.


Projekt:

Abdeckung der Kalirückstandshalde „Niedersachsen“ in 29339 Wathlingen

Vorhabenträger:

K+S AG, vertreten durch die K+S Entsorgung GmbH, vertreten durch die K+S Baustoffrecycling GmbH, Glückauf Straße 50, 31319 Sehnde

Antragsgrundlage:

§ 52 Abs. 2c Bundesberggesetz (BBergG) in Verbindung mit § 1 Nr. 1 aa) der Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung bergbaulicher Vorhaben (UVP-V Bergbau)

Für die Genehmigung des Vorhabens ist ein bergrechtliches Planfeststellungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung und Öffentlichkeitsbeteiligung durchzuführen.

Verlauf des Genehmigungsverfahrens:

09.09.2015 Antragskonferenz (Scoping)
12.12.2017 Antragseingang
16.01. bis 15.02.2018 Auslegung der Antragsunterlagen (Flotwedel, Uetze, Wathlingen)
23.01. bis 22.02.2018 Auslegung der Antragsunterlagen (Burgdorf)
15.03.2018 Ende der Einwendungsfrist (Flotwedel, Uetze, Wathlingen)
22.03.2018 Ende der Einwendungsfrist (Burgdorf)

Erörterungstermine

  • 07. bis 09.01.2019 (Träger öffentlicher Belange und Naturschutzvereinigungen); nicht abgeschlossen
  • 10. bis 11.01.2019 (Einwendende und Betroffene); abgeschlossen
  • 07.02.2019 (Träger öffentlicher Belange und Naturschutzvereinigungen); Fortsetzung
Vorhabensbeschreibung:

Im Kaliwerk Niedersachsen in Wathlingen wurde Kalisalz gewonnen und verarbeitet. Die salzhaltigen Produktionsrückstände wurden überwiegend wieder in die untertägigen Hohlräume verbracht, überschüssiges Material wurde auf die Rückstandshalde Niedersachsen aufgeschüttet.

1997 wurde das Werk stillgelegt und die übertägigen Fabrikgebäude anschließend rückgebaut. Seit 2007 wird das Bergwerk planmäßig geflutet.

Niederschläge, die auf die Rückstandshalde fallen, führen zu einer Lösung der im Haldenmaterial enthaltenen Salze. Das aufgesalzene Niederschlagswasser fließt gegenwärtig überwiegend oberflächlich von der Halde ab. Es wird von einem die Halde ringförmig umschließenden Haldenrandgraben gefasst und dem untertägigen Grubengebäude zugeführt. Ein gewisser Eintrag von salzhaltigem Niederschlagswasser in den umgebenden Boden und das Grundwasser lässt sich dennoch nicht ausschließen.

Die K+S Baustoffrecycling GmbH plant deshalb, die Rückstandshalde mit geeignetem Boden- und Bauschuttmaterial abzudecken und anschließend zu begrünen. Damit soll die Neubildung von salzhaltigen Wässern signifikant reduziert und eine nachhaltige und dauerhafte Verbesserung der Umweltsituation an der Rückstandshalde erreicht werden.

Nach Fertigstellung der Haldenabdeckung und einer Nachlaufphase von etwa 10 Jahren, spätestens jedoch mit Abschluss der Flutung des Grubengebäudes, soll das dann noch als Oberflächenabfluss und Drainageaustritt anfallende Wasser in die Fuhse eingeleitet werden.

Das Gesamtvorhaben umfasst neben der eigentlichen Abdeckung und Begrünung der Kalirückstandshalde eine Bauschuttrecycling-Anlage (RC-Anlage) und eine Löseanlage.

Aufgaben der RC-Anlage sind die Aufbereitung von Bauschutt zur Herstellung von Abdeckmaterial bestimmter Körnungen und Qualitäten sowie die Zwischenlagerung der angelieferten Abdeckmaterialien. Die Löseanlage dient der Auflösung von abgefrästem Rückstandssalz und der Einspülung der dabei entstehenden Salzlösung in das Grubengebäude.

Beantragt werden 3 Varianten, die sich hinsichtlich des Flächenverbrauchs, der Menge an benötigtem Abdeckmaterial und der Zeitdauer unterscheiden. Je nach Variante beträgt die Grundfläche der abgedeckten Halde 34,6 bis 41,4 ha, die Menge des Abdeckmaterials 9,68 bis 14,9 Mio. t und die Vorhabensdauer 16,1 bis 24,8 Jahre.

Der Betrieb soll ausschließlich werktags während der Tagzeit zwischen 06:00 und 22:00 Uhr stattfinden, in der Regel jedoch nur montags bis freitags zwischen 07:00 und 17:00 Uhr. Täglich wird mit 200 Fahrten pro Tag für die Anlieferung des Abdeckmaterials sowie 100 Fahrten von Beschäftigten, Handwerkern u.a. gerechnet.

Wirkfaktoren des Vorhabens sind u.a. Verkehr, Lärm, Staub, Erschütterungen, die erhöhte Sichtbarkeit und erhöhte Verschattungswirkung der Halde, Flächeninanspruchnahme, Anpassung / V Antragsunterlagenerlegung von Wirtschaftswegen sowie die Einleitung von Wässern in den Fluss Fuhse.

Durch den vorhabensbedingten Zusatzverkehr können neben Wathlingen auch benachbarte Ortschaften wie Nienhagen, Eicklingen und Hänigsen betroffen sein.

Weiter werden im Vorhabensbereich sowie im angrenzenden FFH-Gebiet Nr. 98 „Brand“ (DE-3426-301) Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen durchgeführt, die mit einer Änderung der Flächennutzung verbunden sein können.

Weitere Einzelheiten können der Allgemein verständlichen Zusammenfassung oder den vollständigen Antragsunterlagen entnommen werden.






 
Artikel-Informationen

16.01.2019

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