Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie klar

Altstandorte

Altstandorte sind nach §2(5) Bundesbodenschutzgesetz (BBodSchG) Grundstücke stillgelegter Anlagen und sonstige Grundstücke, auf denen mit umweltgefährdenden Stoffen umgegangen worden ist.

Sachstand
Die Erfassung und Erhebung der Altstandorte wurde mit in Kraft treten des Niedersächsischen Bodenschutzgesetzes (NBodSchG) am 01. März 1999 und der in §10 geregelten Zuständigkeiten in vielen unteren Bodenschutzbehörden begonnen. Dabei nimmt die historische Erkundung und die Bewertung der altlastverdächtigen Flächen die meiste Zeit in Anspruch.

Bis heute sind rd. 84.370 Standorte mit einem Altlastverdacht ermittelt worden. Dabei handelt es sich um Grundstücke, auf denen über einen längeren Zeitraum oder in erheblichen Umfang mit Schadstoffen umgegangen wurde und auf denen die jeweilige Betriebsweise nicht unerhebliche Einträge solcher Stoffe in den Boden vermuten lässt. Der Verdacht muss durch technische Erkundungen noch bestätigt bzw. ausgeräumt werden.

Für rd. 3.250 Standorte wurden Gefährdungsabschätzungen durchgeführt. Im Ergebnis wurden rd. 2.500 Standorte als Altlast eingestuft.

Etwa 280 Altstandorte in Niedersachsen befinden sich in der Sanierungsphase. 2.210 Altstandorte konnten bereits saniert werden.

Die Altstandorterfassung ist in Niedersachsen noch nicht abgeschlossen. Viele untere Bodenschutzbehörden befinden sich in der Phase der Qualitätsprüfung im Hinblick auf die Altlastenrelevanz. Auf Basis von orientierenden Untersuchungen muss ein Altlastenverdacht bewertet werden. Nur wenn der Verdacht sich bestätigt, wird der Standort in das Altlastenverzeichnis der zuständigen Behörde aufgenommen und weiter bearbeitet.

Altstandorte  

Altstandorte

Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Dr. Walter Kretschmer

Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie
Stilleweg 2
30655 Hannover
Tel: +49-(0)511-643-3462
Fax: +49-(0)511-643-533462

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