Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie klar

Hydrogeologische Schnitte

Um eine räumliche Vorstellung vom Untergrund zu erhalten, werden so genannte geologische Schnitte erstellt. Zur Erstellung der Schnitte werden alle verfügbaren Informationen (z.B. Bohrungen, Geologische Karten, geophysikalische Daten) zusammengetragen, ausgewertet und unter Berücksichtigung der geologischen Entwicklung des Gebietes zu einem geologischen Gesamtbild zusammengefügt. Im Lockergesteinsbereich sind Bohrungen die wichtigsten Eingangsdaten für die Konstruktion der Schnitte. Im Festgesteinsbereich liefern Lagerungs- und Mächtigkeitsangaben der Gesteinsschichten zusätzliche Angaben zum Aufbau des Untergrundes.

Geologische Schnitte

Für die Darstellung der geologischen Eigenschaften des Untergrundes wurden die Schichten anhand der wichtigsten stratigrafischen, petrografischen und genetischen Eigenschaften zusammengefasst. Auf Grund der maßstabsbedingten Generalisierung wurden dabei nur dominierende Eigenschaften dargestellt, d.h. nur lokal vorkommende, geringmächtige Einschaltungen oder kleinräumig verbreitete Sonderfazies konnten nicht berücksichtigt werden. Darüber hinaus sind weitere geologische Elemente wie tektonische Störungen, die Basis quartärzeitlich entstandener Sedimente sowie in idealisierter Form glazitektonische Schuppen und Schollen verzeichnet. Größere glazitektonisch gestörte Bereiche werden gesondert dargestellt.

Hydrostratigrafische Schnitte

Die Schichten wurden anhand bestimmter gesteinsspezifischer und hydrogeologischer Parameter wie Gesteinsdurchlässigkeit, Gebirgsdurchlässigkeit und Anteil der Hohlräume zusammengefasst. Das Ergebnis dieser Korrelation ist ein hydrostratigrafischer Schnitt, der die Lage, Mächtigkeit und Ausdehnung der Aquifere (Grundwasserleiter) und Aquitarden (Grundwassergeringleiter, -hemmer) im Untergrund widerspiegelt. Damit kann eine Abschätzung der Verbreitung trennender Schichten und die Beurteilung der Schutzwirkung der Grundwasserüberdeckung vorgenommen werden.

Die hydrostratigrafischen Schnitte dienen als Grundlage für die Visualisierung des geologisch/hydrogeologischen Baus der Grundwasserkörper, der Ermittlung der Mächtigkeiten von Aquiferen (Grundwasserleitern) und Aquitarden (Grundwassergeringleitern, -hemmern), der Abschätzung der Verbreitung trennender Schichten und der Beurteilung der Schutzwirkung der Grundwasserüberdeckung.

Schematischer Hydrogeologischer Schnitt  

Schematischer Hydrogeologischer Schnitt

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Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Herbert Röhm

Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie
Stilleweg 2
30655 Hannover
Tel: +49-(0)511-643-2496
Fax: +49-(0)511-643-532496

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