Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie klar

Steinbrüche

Steinbrüche sind Tagebaubetriebe, in denen Minerale oder Gesteine – beispielsweise Gips oder Kalkstein – aus natürlichen Lagerstätten abgebaut und zu Baustoffen aufbereitet werden.

Da ein Gesteinsabbau sowohl horizontal – entlang eines Berghanges – als auch zur Tiefe hin vorangetrieben wird, entstehen Böschungen, d.h. geneigte Geländeformen, die durch technische Eingriffe hergestellt wurden. Solche Steinbruchböschungen – überwiegend aus Fels, teilweise mit Bodenauflage – müssen ausreichend standsicher angelegt sein. Sowohl während des Gesteinsabbaus als auch nach einer Rekultivierung dürfen Personen, angrenzende Grundstücke, Verkehrswege und Gebäude nicht durch Rutschungen oder Geländedeformationen geschädigt werden.

Durch Gesteinsabbau entstandene Böschungen in Steinbrüchen
Durch Gesteinsabbau entstandene Böschungen in Steinbrüchen
Gesteinsprobe nach einem einaxialen Druckversuch
Gesteinsprobe nach einem einaxialen Druckversuch

Das LBEG überprüft die Standsicherheit von Steinbruchböschungen und bewertet das Risiko großräumiger Felsrutschungen sowie die Notwendigkeit von Sicherungsmaßnahmen nach einem festgelegten Handlungsschema.

Dazu werden:

  • die vorhandene geologische, ingenieurgeologische und hydrogeologische Situation sowie die gegenwärtige und zukünftige Nutzung erfasst,
  • mögliche Böschungsbewegungen analysiert,
  • die Gefährdung von Personen oder zu schützenden Objekten überprüft,
  • Sicherungsmaßnahmen konzipiert und gegebenenfalls weiterführende Untersuchungen empfohlen.
Abrissspalte in einem Rutschungsbereich

Abrissspalte in einem Rutschungsbereich

Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Dr.-Ing. Thomas Nix

Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie
Stilleweg 2
30655 Hannover
Tel: +49-(0)511-643-3422
Fax: +49-(0)511-643-533422

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