Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie klar

Rohstoffsicherungskarten

Für die Raumplanung ist es erforderlich und hilfreich, die Rohstoffgebiete in Wertstufen einzuteilen. Wegen der Vielzahl der konkurrierenden Nutzungsansprüche an den begrenzten Naturraum ist es nur so möglich, das Rohstoffpotenzial großflächig, verbindlich und langfristig zu schützen.

Rohstoffwirtschaftlich prioritäre Gebiete werden daher auf speziellen Fachkarten, den Rohstoffsicherungskarten dargestellt und den Raumplanern zur Verfügung gestellt. Die Daten für solche Karten liefert unter anderem auch das LBEG durch eigene Untersuchungen.

Die Auswahl der Flächen, die für die ausreichende Rohstoffversorgung des Landes unbedingt gesichert werden müssen, erfordert einerseits umfassende geowissenschaftliche Daten, andererseits aber auch möglichst detaillierte Kenntnisse über die regionalen und überregionalen Wirtschaftsstrukturen.

Wichtige Grundlage für die Bewertung sind nicht nur die Qualität der unterschiedlichen Rohstoffe, sondern auch eine grobe Einschätzung des langfristigen regionalen und landesweiten Bedarfs. In diesem Zusammenhang muss beispielsweise ebenfalls die Verkehrsanbindung der einzelnen Flächen berücksichtigt werden, ebenso wie die Standortgebundenheit bestimmter Industriezweige, wie zum Beispiel der Zementindustrie. Denn für diese muss aufgrund sehr hoher betrieblicher Investitionen und eines erheblichen Rohstoffbedarfs eine verbrauchernahe Versorgung sichergestellt werden.

Entstehung der Rohstoffsicherungskarte  

Seit mehreren Jahrzehnten werden deshalb vom LBEG neben geowissenschaftlichen auch zahlreiche andere Daten erhoben und spezielle Studien über die Rohstoffversorgung in Auftrag gegeben. Dafür werden bisher vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Sondermittel zur Verfügung gestellt, die auch für die Exploration sowie mineralogische und geochemische Untersuchungen von Rohstoffen in denjenigen Regionen verwendet werden, wo ausreichende Basisdaten fehlen.

Durch die Berücksichtigung der geowissenschaftlichen und rohstoffwirtschaftlichen Kenntnisse ist es möglich, Rohstoffgebiete zu klassifizieren und auf Karten entsprechend darzustellen. Das Ergebnis sind die so genannten Rohstoffsicherungskarten im Maßstab 1 : 25 000, die für Niedersachsen flächendeckend digital vorhanden sind und fortlaufend aktualisiert werden.

Diese Karten können Sie gegen einen geringen Unkostenbeitrag als Ausdruck oder auch als GIS-Datei käuflich erwerben. Die konkreten Preise können Sie der Preisliste entnehmen.

Kartenbeschreibung und Blattübersicht

Ausschnitt aus einer Rohstoffsicherungskarte

Ausschnitt aus einer Rohstoffsicherungskarte

Rohstoffsicherungskarte von Niedersachsen 1:25 000

Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Dipl.-Geologe Jörg Mandl

Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie
Stilleweg 2
30655 Hannover
Tel: +49-(0)511-643-2455
Fax: +49-(0)511-643-532455

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