Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie klar

GeoBerichte 12

Mögliche Auswirkungen einer Klimaänderung auf die Grundwasserneubildung in Niedersachsen

Zur Untersuchung, welche Auswirkung eine Klimaänderung auf unterschiedliche Naturräume in Niedersachsen haben könnte, wurden drei verschiedene Bearbeitungsgebiete gewählt: Nordost-Heide, Solling und Oldenburger Geest. Dem regionalen Klimamodell WETTREG wurden die Daten für Niederschlag, Temperatur und Sonnenscheindauer (zur Berechnung der Verdunstung) für die Jahre 2071-2100 entnommen, und zwar für das A1B-Szenario (Bevölkerungswachstum, schnelles Wirtschaftswachstum, höchster CO2-Ausstoß, Temperaturerwärmung von 2-3 °C in Niedersachsen).Berechnet wurde die Grundwasserneubildung sowohl für den Zeitraum von 2071-2100 als auch für den Vergleichszeitraum von 1961-1990 mit dem Grundwasserneubildungsmodell GROWA06.Ziel der Berechnung war es, eine Differenzenkarte für die Höhe der Grundwasserneubildung zu erstellen. Für die Berechnung wurden für die Jahre 2071-2100 lediglich Niederschlag, Temperatur und Verdunstung verändert. Alle anderen Faktoren, z. B. die Flächennutzung, blieben denen der Jahre 1961-1990 gleich.

Alle drei Untersuchungsgebiete weisen für 2071-2100 eine Verschiebung der Niederschlagsspitzen von den Sommermonaten in die Wintermonate auf. Dies hat einen entscheidenden Einfluss auf die Grundwasserneubildung. Trotz erhöhter Verdunstungsraten durch den Temperaturanstiegweisen die Untersuchungsgebiete meist eine gleichbleibende Grundwasserneubildung auf. In einzelnen Bereichen der Untersuchungsgebiete kann es zu Zunahmen von bis zu 100 mm/a und zu Abnahmen von bis zu 50 mm/a der Grundwasserneubildungsrate in Abhängigkeit von den Standortvoraussetzungen (Grundwasserflurabstand, Vegetation) kommen.

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GeoBerichte 12: Mögliche Auswirkungen einer Klimaänderung auf die Grundwasserneubildung in Niedersachsen

Mögliche Auswirkungen einer Klimaänderung auf die Grundwasserneubildung in Niedersachsen

 GeoBerichte 12
(PDF, 3,71 MB)

Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Dr. Jörg Elbracht

Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie
Stilleweg 2
30655 Hannover
Tel: +49-(0)511-643-3613
Fax: +49-(0)511-643-533613

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