Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie klar

GeoBerichte 23

Tagungsband
20 Jahre Bodendauerbeobachtung in Niedersachsen

Sechs Jahre nach Veröffentlichung der Bodenschutzkonzeption der Bundesregierung und fünf Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl hat Niedersachsen im Jahre 1991 als eines der ersten Bundesländer die Bodendauerbeobachtung begonnen. Ziel ist es, den Zustand der Böden zu erfassen, seine zeitliche Entwicklung zu verfolgen und zukünftige Entwicklungen zu prognostizieren.Damit sollen häufig schleichend verlaufende, möglicherweise schädliche Bodenveränderungen rechtzeitig erkannt werden, um entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Der Boden darf deshalb nicht isoliert betrachtet werden. Atmosphärische Einträge und die landwirtschaftliche und forstliche Nutzung führen zu Stoffein- und ‑austrägen, die den Bodenzustand beeinflussen. Mit dem Niederschlag werden Stoffe ins Grundwasser verlagert und beeinflussen dessen Qualität. Aber auch die nachhaltige Sicherung der Bodenfruchtbarkeit im Sinne einer dauerhaft gesicherten Ertragsfähigkeit der Standorte ist von besonderem Interesse. Nicht zuletzt muss auch die Interaktion zwischen dem Boden und der natürlichen Vegetation mit Blick auf den Erhalt der globalen pflanzlichen Vielfalt betrachtet werden.

Anlässlich der Veranstaltung „20 Jahre Bodendauerbeobachtung in Niedersachsen" am 05. und 06.12.2011 in Hannover werden im vorliegenden Band die Ergebnisse aus 20 Jahren Bodendauerbeobachtung zusammengestellt. Der Band gibt einen Einblick in die Vielfalt der vorliegenden Daten und zeigt die Möglichkeiten auf, die sich aus der Vernetzung der unterschiedlichen Informationen, u. a. zu Deposition, Landnutzung, Bodeneigenschaften, Grundwasserqualität und Vegetation, ergeben. Darauf bauen Erkenntnisse sowohl für eine nachhaltige landwirtschaftliche und forstliche Bodennutzung als auch für den Schutz der Ressourcen Boden, Grundwasser und pflanzliche Vielfalt auf. Es zeigt sich aber auch, dass 20 Jahre Bodendauerbeobachtung nur der Anfang zum Schutz der über Jahrtausende entstandenen Böden sein können.


GeoBerichte 23

Tagungsband 20 Jahre Bodendauerbeobachtung in Niedersachsen

Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Dr. Heinrich Höper

Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie
Stilleweg 2
30655 Hannover
Tel: +49-(0)511-643-3265
Fax: +49-(0)511-643-533265

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