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GeoBerichte 16

Einfluss des Klimas und der Landnutzung auf die Grundwasserneubildung im nördlichen Deistervorland (1938-2003)

Im Rahmen dieses Berichtes wurde eine regionale Fallstudie zu den Auswirkungen der langzeitlichen Landnutzungs- und Klimaänderungen auf die Grundwasserneubildung durchgeführt. Das Untersuchungsgebiet liegt im Calenberger Land südwestlich von Hannover und wird als nördliches Deistervorland bezeichnet.

Die Grundwasserneubildung wurde anhand des Grundwasserneubildungsmodells GROWA06 mit variablen Landnutzungs- und Klimadaten in vier Zeitabschnitten für die Periode 1938-2003 berechnet.

Der Einfluss der Klima- und der Landnutzungsänderungen auf die Grundwasserneubildung ist deutlich zu erkennen. So steigen die mittleren Grundwasserneubildungsraten, somit auch die Menge des neu gebildeten Grundwassers in den letzten 70 Jahren, um 24 %; berechnet mit den Klimadaten der Jahre 1993-2003 sogar um 49 % im Vergleich zur Periode 1938-1951.

Ausschlaggebend für den Anstieg der Grundwasserneubildungsrate sind die zunehmenden Jahreswerte der Niederschlagshöhe. Die relativ geringen Veränderungen der Landnutzung haben dagegen keine gravierenden Folgen auf die Grundwasserneubildung. Die Zunahme der bebauten Flächen schränkt die Grundwasserneubildung nur bedingt ein. So weisen die versiegelten Flächen die zweithöchste Grundwasserneubildungsrate nach Ackerland auf. Nach dem Grünlandumbruch steigt die Grundwasserneubildungsrate je nach Substrateigenschaften um 25-75 % an, wobei deren Flächenanteil nur bei 5 % liegt, so dass er kaum Auswirkungen auf die Grundwasserneubildung im Gesamtgebiet hat.

Einfluss des Klimas und der Landnutzung auf die Grundwasserneubildung im nördlichen Deistervorland (1938-2003)

Einfluss des Klimas und der Landnutzung auf die Grundwasserneubildung im nördlichen Deistervorland (1938-2003)

Einfluss des Klimas und der Landnutzung auf die Grundwasserneubildung im nördlichen Deistervorland (1938-2003)

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