Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie klar

Koordinatensystem

Bereits 1991 wurde von der „Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen der Länder der Bundesrepublik Deutschland" (AdV) die Einführung des „Europäischen Terrestrischen Referenzsystems 1989" (ETRS89) als einheitliches Bezugssystem für Deutschland beschlossen. In den letzten Jahren ist dieser Beschluss durch die Vermessungsverwaltungen der Länder umgesetzt und ETRS89 mit der UTM-Abbildung als Lagebezugsystem eingeführt worden.

Da alle Behörden und andere Stellen des Landes Niedersachsen ihre raumbezogenen Information auf das Lagebezugssystem des Landes zu gründen haben, werden die Daten des LBEG seit 2013 im Lagebezugssystem ETRS89/UTM geführt.

Für die Transformation raumbezogener Daten aus dem Deutschen Hauptdreiecksnetz nach ETRS89 gibt es verschiedene Transformationsansätze. Auf ATKIS basierende Daten werden mit dem gitterbasierten Transformationsansatz BeTA2007 transformiert. Dies betrifft den überwiegenden Teil der Daten im LBEG.

Im Bereich der Nordsee kann BeTA2007 nur innerhalb der 12-Meilen-Zone angewendet werden. Für Daten, die weiter außerhalb im deutschen Nordseesektor liegen, kam im LBEG deshalb ein erweitertes Transformationsgitter zum Einsatz. Dieses wurde durch die Bezirksregierung Köln, Abteilung 7 erstellt, die seinerzeit im Auftrag der AdV das BeTA2007-Gitter berechnet hatte. Die Submeter-Genauigkeit von BeTA2007 wird im Nordseebereich nicht erreicht, die Genauigkeit liegt hier bei wenigen Metern.

Für Daten, die auf dem Liegenschaftskataster basieren, stellt jedes Bundesland einen eigenen Transformationsansatz bereit. Dies war bei der Transformation der Daten des LBEG eine besondere Herausforderung, da das LBEG als Bergbehörde für vier Bundesländer zuständig ist und für einige Daten somit vier verschiedene Transformationsansätze anzuwenden waren. Die Transformation wurde schließlich mit einem selbsterstellten NTv2-Gitter durchgeführt, in das die Transformationsparameter der einzelnen Länder eingeflossen sind.

Die Koordinaten werden in UTM-Koordinatensystemen mit „Ostwert" (engl. „East") und „Nordwert" (engl. „North") bezeichnet. Für den Ostwert gibt es Varianten mit und ohne führende Zonenkennung in der Koordinate.

Das LBEG verwendet für seine Daten das Koordinatensystem „ETRS89 / UTM zone 32N (zE-N)" mit führender Zonenkennung im Ostwert. Der EPSG-Code dieses Koordinatensystems ist 4647.

Ausführliche Informationen zu ETRS89 und der UTM-Abbildung sowie zum Transformationsansatz BeTA2007 finden Sie auf den Internet-Seiten der AdV. Nähere Informationen zu den Transformationsansätzen der einzelnen Länder gibt es bei den jeweiligen Landesvermessungen. Die Links zu diesen weiterführenden Informationen finden Sie in nebenstehender Linkliste.

Ausführliche Informationen zu:

Transformationsansätze der Länder:

Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Dr. Henning Bombien

Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie
Stilleweg 2
30655 Hannover
Tel: +49-(0)511-643-3575
Fax: +49-(0)511-643-533575

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