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GeoBerichte 27

Abschätzung von CO2-Emissionen und -Retentionen durch Landnutzungsänderungen anhand regionalisierter Kohlenstoffvorräte auf landwirtschaftlich genutzten Böden Niedersachsens

Der Boden ist drittgrößter Kohlenstoffspeicher der Welt und kann durch dessen Koppelung an den globalen Kohlenstoffkreislauf als Quelle oder Senke wirken. Um die Auswirkungen der Änderung der Bewirtschaftung von Böden auf die CO2-Emissionen und damit auf das Klima modellieren zu können, müssen Grundlagen über die aktuellen Kohlenstoffvorräte der landwirtschaftlich genutzten Flächen erarbeitet werden. Hierfür wurde ein Bodenkohlenstoffmodell entwickelt, in dem gemessene Kohlenstoffgehalte aus Profildaten des NIBIS horizontbezogen den Leitprofilen der BÜK50 zugewiesen wurden. Auf Grundlage des Kohlenstoffvorratsmodells wurden daraufhin die Änderungen der CO2-Emissionen durch Landnutzungsänderungen mittels Carbon-Response-Funktionen ermittelt.

Der Kohlenstoffvorrat auf landwirtschaftlich genutzten Böden Niedersachsens in 0 bis 30 cm Tiefe liegt bei 245 ± 85 Mt. Das Kohlenstoffvorratsmodell liefert damit vergleichbare Werte zu anderen europäischen Studien und besitzt für den gewählten Maßstab eine hohe Vorhersagegenauigkeit. Die Steuerung von Landnutzungsänderungen, wie durch das Grünlandumbruchsverbot, kann einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Durch solche Maßnahmen können die Treibhausgasemissionen in Niedersachsen um etwa 1-2 % gesenkt werden. Andererseits gibt es in der Landwirtschaft in Bezug auf den Klimaschutz noch weitere Stellschrauben, z. B. Moornutzung und Wirtschaftsdüngermanagement, die bedeutender sind.

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Abschätzung von CO2-Emissionen und -Retentionen durch Landnutzungsänderungen anhand regionalisierter Kohlenstoffvorräte auf landwirtschaftlich genutzten Böden Niedersachsens

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