Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie klar

GeoBerichte 34

Hydrogeologie der Schwindequelle im Landkreis Lüneburg


Die Schwindequelle befindet sich in der Lüneburger Heide, nahe der Ortschaft Schwindebeck. Geologie und Hydrogeologie im Arbeitsgebiet sind geprägt durch die quartärzeitlichen Vereisungsperioden, aus denen u. a. mächtige glazifluviatile Sandablagerungen hervorgegangen sind, die ergiebige Grundwasserleiter darstellen.

Vor allem auf Grund der starken Quellschüttung stellt die Schwindequelle eine Besonderheit im niedersächsischen Lockergesteinsgebiet dar, die mit Hilfe verschiedener Methoden geowissenschaftlich untersucht wurde.

Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigen, dass die Quellschüttung im langjährigen Mittel 50 l/s beträgt und in der Spitze über 60 l/s erreichen kann. Sie reagiert auf langjährige klimatische Schwankungen, ist aber über das Jahr konstant. Im Gegensatz dazu reagiert der Schwindebach, in den die Schwindequelle schüttet, auf jahreszeitlich bedingte Änderungen der Grundwasserneubildung. Die Beschaffenheit des Quellwassers ist geogen geprägt, ein signifikant anthropogener Einfluss ist nicht nachweisbar.

Mit der langjährigen mittleren Quellschüttung von 50 l/s ist die Schwindequelle die größte Lockergesteinsquelle in Niedersachsen.

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Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Dr. Jörg Elbracht

Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie
Stilleweg 2
30655 Hannover
Tel: +49-(0)511-643-3613
Fax: +49-(0)511-643-533613

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