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erstellt am:
04.09.2026
Helmstedt wäre vor 40 Millionen Jahren eher eine Küstenstadt im tropischen Klima gewesen als ein Ort mitten auf dem Festland. Doch in den folgenden Millionen Jahren wurde es deutlich kälter und der Meeresspiegel stieg an. Nachverfolgen lässt sich das anhand tief liegender Gesteinsschichten. Das wollen jetzt die Experten des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) machen und lassen dafür eine Bohrung westlich des Helmstedter Ortsteils Emmerstedt abteufen.
Mit dieser Forschungsbohrung, die bis in 180 Meter Tiefe führen soll, wollen die Geologen Gesteinsschichten aus dem sogenannten Paläogen (Alttertiär) untersuchen. Im Mittelpunkt stehen dabei 27 bis 40 Millionen Jahre alte Schichten, die in Niedersachsen nur mittels Bohrungen erkundet werden können. Dabei fördern die Experten Bohrkerne zutage, die dann im LBEG-Hauptsitz, im Geozentrum Hannover, untersucht werden.
„Wir wollen eine vollständige und ungestörte Schichtenfolge gewinnen“, sagt Dr. Olaf Lenz, der beim LBEG das Projekt mit verantwortet. „Vermutlich besteht sie aus Tonen und Sanden“, erklärt er weiter. Das wird sich detailliert zeigen, wenn die Spezialisten die ein Meter langen Bohrkernabschnitte mit zehn Zentimeter Durchmesser charakterisieren und im Hinblick auf die geologische Entstehung interpretieren. Dazu werden die Kerne im Gesteinslabor im LBEG unter anderem auf spezifische Details wie zum Beispiel Sedimentationsstrukturen, Fossilien und Chemismus analysiert.
Mit der Bohrung, die am Montag, 14. September, beginnen soll, sollen wichtige Grundlagendaten über die Zusammensetzung der Gesteine und die erdgeschichtliche Entwicklung der Region erhoben werden. Denn Aufgabe des LBEG als Staatlicher Geologischer Dienst für Niedersachsen ist es, im Rahmen der geologischen Landesaufnahme den Untergrund landesweit und systematisch zu untersuchen und die Ergebnisse der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.
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