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erstellt am:
24.08.2026
Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) teilt der Esso Deutschland GmbH, eine hundertprozentige ExxonMobil-Tochtergesellschaft, zum 1. September das Erlaubnisfeld Zeven I zur Aufsuchung von Lithium zu. Das Unternehmen hatte bereits zum 1. Mai vergangenen Jahres die Erlaubnis Zeven erhalten, die nun ersetzt wird durch das um ein kleines Gebiet nördlich von Scheeßel erweiterte Erlaubnisfeld Zeven I.
Die Fläche wächst damit um mehr als 17 Quadratkilometer auf gut 431,5 Quadratkilometer. Die Befristung ist auf fünf Jahre ausgelegt bis zum 31. August 2031.
Lithium wird unter anderem für die Herstellung von leistungsfähigen Akkus verwendet wie etwa in E-Autos und Speichern von Photovoltaikanlagen. In Norddeutschland soll es im sogenannten Bohrlochbergbau abgebaut werden. So wie bei der aktiven Erdgasförderung, die in ähnlichen geologischen Schichten in 3000 bis 5000 Meter Tiefe geschieht, wird es an der Oberfläche nur kleinräumige Anlagen geben. In diesen soll in einem Kreislaufsystem tiefes Thermalwasser zutage gefördert werden. Das Lithium wird in diesem Verfahren abgeschieden und das Wasser wieder zurück in die ursprünglichen Schichten gepumpt. Aufwendige Bergwerke oder gar die Anlage von Salzseen und die Belastung von Grundwasser wie sie von anderen Kontinenten bekannt sind, sind in Niedersachsen nicht geplant.
Nachdem das LBEG die Anträge geprüft und den von der Fläche betroffenen Landkreis Rotenburg (Wümme) sowie die Gemeinden Helvesiek, Lauenbrück, Scheeßel und Stemmen um Stellungnahme gebeten hatte, hat es die Erlaubnis erteilt. Diese gibt dem Unternehmen zunächst das grundsätzliche Recht, die Aufsuchungen vorzunehmen zu dürfen. Konkrete Aufsuchungshandlungen darf die Esso Deutschland GmbH damit noch nicht vornehmen. Diese sind erst nach Zulassung bergrechtlicher Betriebspläne möglich, für die unter anderem ein gesondertes Beteiligungsverfahren nötig ist.
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