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Planfeststellungsbeschluss für die Errichtung und den Betrieb des Quarzsandtagebaus südlich der Mentewehrstraße in der Gemeinde Moormerland, Ortsteil Veenhusen (Landkreis Leer) erteilt

Die Firma Frank Huneke und Kinder GbR (vormals Frank und Ralf Huneke GbR) hat die Gewinnung, den Transport und die Aufbereitung von Quarzsand im Landkreis Leer auf dem Gebiet der Gemeinde Moormerland beantragt. Am 14.02.2020 hat das LBEG den Planfeststellungsbeschluss erteilt.

Projekt:

Gewinnung, Transport und Aufbereitung von Quarzsand auf dem Gebiet der Gemeinde Moormerland, südlich Mentewehrstraße (Landkreis Leer).

Das Vorhaben betrifft die Gemeinde Moormerland durch Flächennutzungen in der Gemarkung Veenhusen und durch Kompensationsmaßnahmen in der Gemarkung Oldersum.

Antragsteller:

Frank Huneke und Kinder GbR (vormals Frank und Ralf Huneke GbR), Großer Stein 5 in 26789 Leer

Antragsgrundlage und Verwaltungsverfahren:

§ 52 Abs. 2a i.V.m. § 57a Bundesberggesetz (BBergG)

Über den Antrag ist in einem Planfeststellungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung und Öffentlichkeitsbeteiligung zu entscheiden.

Zuständige Behörde ist das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie.


Verlauf des Genehmigungsverfahrens:

26.02.2014:

Antragskonferenz im bergrechtlichen Planfeststellungsverfahren

16.11.2016:

Antragseingang

30.01.2017

bis

28.02.2017:

Auslegung der Antragsunterlagen (Gemeinde Moormerland)

14.03.2017:

Ende der Einwendungsfrist

05.09.2017:

Erörterungstermin

01.02.2018:

Eingang der 1. Planänderung

14.02.2018:

Eingang der Ergänzung der 1. Planänderung

06.08.2018:

Eingang der 2. Planänderung

17.08.2018:

Eingang der Ergänzung der 2. Planänderung

10.04.2018:

Eingang des 1. Antrag auf Zulassung des vorzeitigen Beginns

23.07.2018:

1. Antrag auf Zulassung des vorzeitigen Beginns wird zurückgezogen

26.07.2018:

Eingang des 2. Antrags auf Zulassung des vorzeitigen Beginns

30.08.2018:

Zulassung des vorzeitigen Beginns für

· Verlegung des Uthuser Schlootes

· Baustraße (Verlegung von Baggermatten)

· Baufeldfreimachung mit Abtrag des Oberbodens, Kleis und Torfs für die Herstellung des Startgewässers

· Auffüllung der Kompensationsmaßnahmenfläche 1 mit Klei aus der Baufeldfreimachung / Bodenabtrag

· Herstellung des Startgewässers und Halde zum Ausbluten, Gewinnung und Förderung von maximal 150.000 m³ Quarzsand für das Startgewässer, Auspflockung der geplanten Uferlinie, Zuwasserlassen des Saugbaggers

· Herstellung des Lärmschutzwalles und der Abraumzwischenlagerfläche im nordöstlichen und südöstlichen Bereich der Abbaustätte

· Verlegung der Spülrohrleitungen zwischen Abgrabungsfläche und Anlagenstandort

14.02.2020:

Planfeststellungsbeschluss

30.07.2020

bis

12.08.2020:


Auslegung des Planfeststellungsbeschlusses und der planfestgestellten Planunterlagen (Gemeinde Moormerland)

Der Planfeststellungsbeschluss und die planfestgestellten Planunterlagen liegen für die Dauer von zwei Wochen im Bürgerbüro des Rathauses der Gemeinde Moormerland, Theodor-Heuss-Straße 12, 26802 Moormerland, für jedermann wie folgt zur Einsichtnahme aus:


Montag und Dienstag von 08:30 bis 17:00 Uhr

Mittwoch von 08:30 bis 12:30 Uhr

Donnerstag von 08:30 bis 17:00 Uhr

Freitag von 08:30 bis 12:30 Uhr


Die Auslegung beginnt am 30.07.2020 und endet mit Ablauf des 12.08.2020.


Vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie ist eine Einsichtnahme nur nach vorheriger telefonischer Vereinbarung unter Tel. 04954 801-151 und 04954 801-158 und unter Beachtung der geltenden Schutzmaßnahmen möglich.


Die Bekanntmachung (Download) ist hier online einsehbar und enthält wichtige Hinweise für Betroffene und Einwender.


Vorhabenbeschreibung:

Über eine Betriebsdauer von 15 Jahren sollen auf der ca. 15,6 ha umfassenden Gewinnungsfläche ca. 2,0 Mill. m³ Quarzsand durch Nassabbau mit bis zu 26 m Abbautiefe gewonnen werden. Die Gewinnung soll abschnittsweise in 4 Phasen erfolgen. Beginnend im Südwesten (Phase 1) soll sich die Gewinnung über den Nordwesten (Phase 2) und Südosten (Phase 3) fortsetzen. In Phase 4 soll schließlich die Gewinnung im Nordosten erfolgen. Jeweils nach Abtragung des Oberbodens soll der Quarzsand mit einem Saugbagger gewonnen werden. Mittels einer Zwillingsrohrleitung soll das Quarzsand-Wasser-Gemisch zur bereits bestehenden Aufbereitungsstätte östlich der B70 gespült und aufbereitet werden, das Spülwasser soll wieder zurück in das Tagebaugewässer geleitet werden.

Nach dem Ende des Abbaubetriebes soll das Abbaugewässer in ein naturnahes Stillgewässer entwickelt werden.

Weitere Einzelheiten können der Allgemeinverständlichen Zusammenfassung (Download) entnommen werden.

Die vollständigen Antragsunterlagen sind hier online einsehbar.

Hinweis:

Die Antragsunterlagen inkl. der Allgemeinverständlichen Zusammenfassung sind zudem vollständig im niedersächsischen UVP-Portal abrufbar

( https://uvp.niedersachsen.de/startseite ).

Im Zweifelsfall ist gem. § 27a Abs. 1 S. 4 VwVfG der Inhalt der zur Einsicht ausgelegten Unterlagen maßgeblich.

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