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Planfeststellungsverfahren zur Änderung und Erweiterung des Quarzsandtagebaus am Standort Wilsum im Landkreis Grafschaft Bentheim.

Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat der Firma Reef Quarzsandwerke GmbH & Co. KG, Am Stahlbrink 1, 49843 Gölenkamp mit der Entscheidung vom 14.10.2021 - L1.4/L67141-03_21/2021-0002 - die Änderung und Erweiterung ihres Quarzsandtagebaus am Standort Wilsum in der Gemarkung Haftenkamp (Landkreis Grafschaft Bentheim) gem. § 52 Abs. 2a BBergG i.V.m. §§ 48 Abs. 2 und 55 BBergG zugelassen.

Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens wurde eine Prüfung der Umweltverträglichkeit des Vorhabens durchgeführt. Die Auswirkungen der Maßnahme auf die Umwelt wurden bei den fachgesetzlichen Entscheidungen berücksichtigt.

Die Zulassung erfolgte nach Maßgabe der in Ziffer 4 des Planfeststellungsbeschlusses vom 14.10.2021 festgestellten Unterlagen sowie der in den Ziffern 5 und 8 des Planfeststellungsbeschlusses enthaltenen Nebenbestimmungen und Hinweisen.


Projekt:

Änderung und Erweiterung des bereits durch PFB vom 18.01.2011 (Az.: W 7504 PFV I 2011-007-IV)
planfestgestellten Quarzsandtagebaus (Nassgewinnung) im Landkreis Grafschaft Bentheim auf dem
Gebiet der Gemeinde Gölenkamp, Samtgemeinde Uelsen.
Das Vorhaben betrifft die Gemeinde Gölenkamp, Samtgemeinde Uelsen, durch Flächennutzungen in
der Gemarkung Haftenkamp.

Antragsteller:

Reef Quarzsandwerke GmbH & Co. KG, Am Stahlbrink 1, 49843 Gölenkamp (vormals IHB Quarzwerke GmbH & Co. KG)

Antragsgrundlage und Verwaltungsverfahren:

§ 52 Abs. 2a i.V.m. § 57a Bundesberggesetz (BBergG)

Über den Antrag war in einem bergrechtlichen Planfeststellungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung
und Öffentlichkeitsbeteiligung zu entscheiden.

Zuständige Behörde ist das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie.

Verlauf des Verfahrens:

Antragseingang

03.05.2018

Öffentliche Auslegung der Planunterlagen

Die Antragsunterlagen lagen vom

05.06.2018 bis 04.07.2018 (jeweils einschließlich)

bei den Samtgemeinde Uelsen, Emlichheim und Neuenhaus

aus.

Ende der Einwendungsfrist

06.08.2018

Ende der Stellungnahmefrist für Behörden

06.08.2018

Erörterungstermin

06.11.2018

Planfeststellungsbeschluss

14.10.2021

Öffentliche Auslegung des Planfeststellungsbeschlusses

Der Planfeststellungsbeschluss und die festgestellten Planunterlagen können im UVP-Portal des Landes Niedersachsen (https://uvp.niedersachsen.de > Verfahrenstypen > Zulassungsverfahren > Rahmenbetriebsplan zur Änderung und Erweiterung des Quarzsandtagebaus am Standort Wilsum (Gemeinde Gölenkamp, Landkreis Grafschaft Bentheim)) eingesehen werden.

Daneben liegt der Planfeststellungsbeschluss zusammen mit einer Ausfertigung der festgestellten Planunterlagen in der Zeit vom


09.11.2021 bis 22.11.2021 (jeweils einschließlich)


wie folgt aus:

Samtgemeinde Uelsen

49843 Uelsen, Itterbecker Straße 11, 1. Etage, Zimmer 43

Montag bis Freitag 08:30 - 12:00 Uhr

Montag und Dienstag 14:00 - 16:00 Uhr

Donnerstag 14:00 - 18:00 Uhr


Samtgemeinde Emlichheim

49824 Emlichheim, Hauptstraße 24, Rathaus, Bauverwaltung, 2. Etage, Raum 53

Montag bis Freitag 08:30 - 12:00 Uhr

Montag und Dienstag 14:00 - 16:30 Uhr

Donnerstag 14:00 - 16:30 Uhr

Bedingt durch Corona-Schutzmaßnahmen ist ein konkreter Termin unter folgender Telefonnummer zu vereinbaren: 05943 / 809-153.


Samtgemeinde Neuenhaus

49828 Neuenhaus, Veldhausener Straße 26, Bürgerbüro

Montag 08.30 - 12.15 Uhr

Dienstag 08.30 - 12.15 Uhr und 14.30 – 16.00 Uhr

Donnerstag 08.30 - 12.15 Uhr und 14.30 – 17.00 Uhr

Freitag 08.30 - 12.15 Uhr


Die Bekanntmachung der Auslegung (Download) enthält wichtige Hinweise für Einwender und Betroffene.



Vorhabensbeschreibung:

Die geplante Abbaustätte soll insgesamt eine Fläche von rund 38,7 ha umfassen. Davon soll die Erweiterung der Abbaufläche inkl. der Neugestaltung des östlichen Abgrabungssees rund 18,9 ha einnehmen.

Geplant ist ein Nassabbau von Sanden mittels Schwimmbagger bis zu einer Wassertiefe von 25 m. Der Abbau soll in östlicher Richtung fortschreiten. Nach der vollständigen Entsandung des östlichen Gewässers soll der Abbau im Bereich des Flurstücks 8 der Flur 13 stattfinden.

Geplant ist eine Förderung von 500.000 t/Jahr und somit eine Gesamtnutzungsdauer von etwa 11 Jahren.

Die derzeitige landwirtschaftliche Vornutzung der beantragten Abbauflächen soll über den Abbau von Quarzsand in eine Gewässerlandschaft umgewandelt werden. Es ist wie bisher eine Folgenutzung Naturschutz vorgesehen.

Hinweis:

Der Planfeststellungsbeschluss und die Antragsunterlagen sind über den Auslegungszeitraum hinaus vollständig im niedersächsischen UVP-Portal abrufbar.

( https://uvp.niedersachsen.de/startseite).

Im Zweifelsfall ist gem. § 27a Abs. 1 S. 4 VwVfG der Inhalt der zur Einsicht ausgelegten Unterlagen maßgeblich.




 

Quelle: IHB Quarzwerke GmbH & Co. KG

Artikel-Informationen

erstellt am:
18.05.2018
zuletzt aktualisiert am:
15.10.2021

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