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Geofakten 34

Potenzielle Drängebiete in Niedersachsen auf Grundlage der Bodenkarte von Niedersachsen im Maßstab 1 : 50.000 (BK 50)

Zur Verbesserung der Bodenqualität werden nasse Böden unter landwirtschaftlicher Nutzung im Regelfall durch die Anlage von Dränagen entwässert. Die Information, wo Flächen dräniert werden, hat bei vielen Fragestellungen, zum Beispiel bei der Modellierung der Grundwasserneubildung, eine hohe Bedeutung. Die nutzungsdifferenzierte Bodenkarte von Niedersachsen im Maßstab 1 : 50.000 (BK 50n) liefert Kennwerte zu den potenziell natürlichen und den nutzungsangepassten Wasserständen der Gleye, Marschen und Moore sowie Angaben zu den Stauwasserhorizonten bei Pseudogleyen und Knickmarschen. Aus diesen Informationen lassen sich Flächen mit Dränagen, die potenziellen Dränagetiefen sowie die dränagebedingten Absenkungen der Wasserstände ableiten. Bei den grundwasserbeeinflussten Böden und den Pseudogleyen wird aufgrund der Erfahrung unter Acker- bzw. Grünlandnutzung im Grundsatz davon ausgegangen, dass eine Dränage durchgeführt wurde. Die Tiefenlage der potenziellen Dränage richtet sich nach der Tiefe des Grundwassersstandes im Boden bzw. des Stauhorizontes. Standorte mit geringer Vernässung werden in die Kategorie „Dränung zur Sicherung der Ertragsfähigkeit“ (Bedarfsdränung) eingeordnet. Die Abgrenzung der potenziellen Dränage ist konsistent zur Arealabgrenzung der BK 50n.
Autorenschaft: Dr. Ernst Gehrt
Dr. Jan Bug
Anja Waldeck
Erscheinungsjahr: 2019
Auflage: 1. Auflage
Versionsdatum: 03.02.2020
Herausgeber: LBEG
DOI: 10.48476/geofakt_34_1_2019

Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Dr. Ernst Gehrt

Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie
Stilleweg 2
30655 Hannover
Tel: +49-(0)511-643-3601
Fax: +49-(0)511-643-533601

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