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Bergwerk Robertshall - LBEG informiert über geplante Erkundungsarbeiten auf niedersächsischer Seite

Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie hat gestern Abend in der Gemeinde Rosenberg die betroffenen Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer über die geplanten Untersuchungen des ehemaligen Braunkohlebergwerks Robertshall im Landkreis Harburg informiert.

Bei Straßenbauarbeiten am Ehestorfer Heuweg entdeckte ein Unternehmen im September dieses Jahres auf Hamburger Seite einen Tagesbruch. Ursache für diesen Tagesbruch sind die ehemaligen Grubenbaue des Bergwerks Robertshall auf dem Gebiet der Stadt Hamburg, die bis nach Niedersachsen hineinreichen. Der Tagesbruch sowie die Ausdehnung der Grubenbaue auf Hamburger Seite wird derzeit von den zuständigen Hamburger Behörden untersucht.

Die Untersuchungen der Grubenbaue auf niedersächsischer Seite sollen voraussichtlich Ende November beginnen. Das LBEG hat gestern Abend die etwa 30 betroffenen Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer über die Lage der Grubenbaue, das geplante Untersuchungsprogramm sowie die möglicherweise daraus resultierenden Sanierungsmaßnahmen informiert.

Nach derzeitigem Stand sind zur Erkundung des Untergrundes zunächst Rammsondierungen bis etwa 20 Meter Tiefe geplant. Mit den Rammsondierungen wird der Zustand der untertägigen Hohlräume des ehemaligen Braunkohlebergwerks Robertshall im Umfeld des Ehestorfer Heuwegs, der Straße Hohlredder und Auf den Schwarzen Bergen erkundet. Es sind auch Sondierungen auf Privatgrundstücken vorgesehen.

In Abhängigkeit von den Ergebnissen der Erkundungen werden dann die weiteren Sanierungsschritte geplant. Mögliche Sanierungsarbeiten hängen davon ab, ob und wie viele weitere Hohlräume entdeckt und verfüllt werden müssen.


Hintergrund:

Zwischen 1919 und 1922 wurde am nördlichen Rand der Gemeinde Rosengarten auf dem Bergwerk Robertshall Braunkohle abgebaut. Der Abbau der Kohle erfolgte untertägig in Tiefen von 13 und 17 Metern. Der überwiegende Teil der Grubenbaue (untertägige Strecken) des Bergwerkes liegt unter einem Waldgebiet auf Hamburger Seite. Auf niedersächsischer Seite befindet sich der kleinere Teil des Bergwerks.

Pressekontakt: Heinke Traeger, Tel. 0511 643 2274, Björn Völlmar, Tel.: 0511 643 3086,

E-Mail: presse@lbeg.niedersachsen.de

Artikel-Informationen

29.10.2019

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