Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie Niedersachen klar Logo

Umweltauswirkungen bei der Aufnahme von Manganknollen: Wissenschaftliche Untersuchung im Testverfahren

Die wissenschaftliche Untersuchung soll im April 2019 im deutschen Lizenzgebiet unter Einsatz eines Kollektor-Prototypen der Firma DEME-GSR im Versuchsmaßstab durchgeführt werden.


Das Meeresbodenbergbaugesetz (MBergG) wird vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) im Auftrag des Bundes ausgeführt (§ 3 MBergG). Das Landesamt unterliegt insoweit der Fach-und Rechtsaufsicht des Bundes.

Die wissenschaftliche Untersuchung über die Umweltauswirkungen bei der Aufnahme von Manganknollen soll im April 2019 unter Einsatz eines Kollektor-Prototypen der Firma DEME-GSR im Versuchsmaßstab durchgeführt werden. Zielgebiet ist das deutsche Lizenzgebiet zur Erkundung von Manganknollenvorkommen im Zentralpazifik.

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) ist als Lizenzinhaber für das Umweltmonitoring zuständig. Der Test wird wissenschaftlich von dem europäischen Forschungskonsortium JPI-Oceans „MiningImpact“ unter Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung begleitet.

Die Projektbeschreibung wurde Interessenverbänden und Experten zunächst schriftlich vorgestellt, Stellungnahmen sind von Fair Oceans - Verein für Internationalismus und Kommunikation e.V., vom Forum Umwelt und Entwicklung, vom Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) sowie von SEAS AT RISK - for the protection and restoration of the marine environment eingegangen.

Am 29. Oktober 2018 wurde das Projekt auch im Rahmen einer Informationsveranstaltung im Geozentrum Hannover vorgestellt und diskutiert. Vortragsthemen waren die Geologie und Umwelt des deutschen Lizenzgebiets in Bezug auf den Kollektortest (BGR), Environmental Impacts & Risks of Deep-Sea Mining (MiningImpact) und GSR's PROCAT-Project: Technical derisking of deep sea mining equipment (BGR).

Das LBEG hat gemeinsam mit dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) und dem Umweltbundesamt (UBA) die eingegangenen Stellungnahmen fachlich ausgewertet. Konkrete Hinweise, die Änderungen am Projektdesign nahelegen, wurden dann mit der BGR erörtert.

Die Antworten auf die in den o.g. Stellungnahmen enthaltenen Fragen von Fair Oceans – Verein für Internationalismus und Kommunikation e.V. sowie vom Forum Umwelt und Entwicklung wurden nach Abstimmung mit den in ihrer Zuständigkeit betroffenen Bundesbehörden veröffentlicht.

Wegen technischer Probleme am Versorgungskabel des Kollektors wurde das Untersuchungsvorhaben im Jahr 2019, das im Rahmen des europäischen JPI Oceans Projekts Mining Impact II durchgeführt wird, unterbrochen und es wird nunmehr in Q2/2021 durchgeführt.

Die Bedingungen, Zielsetzungen und Abläufe bleiben dabei im Wesentlichen unverändert.

Mit der Möglichkeit zu einer erneuten Einreichung von Fragen wurde die eingegangene gemeinsame Stellungnahme von Fair Oceans – Verein für Internationalismus und Kommunikation e.V. sowie vom Forum Umwelt und Entwicklung abermals fachlich ausgewertet.

Die Antworten auf die in der zweiten Stellungnahme enthaltenen Fragen werden hiermit veröffentlicht.


Manganknollen   Bildrechte: BGR, Hannover

Artikel-Informationen

erstellt am:
23.06.2014
zuletzt aktualisiert am:
09.03.2021

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln