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Lagerstättenwasseraustritt bei Emlichheim: Immissionspumpversuch verläuft planmäßig – Weitere Messstellen errichtet und geplant

Der laufende Immissionspumpversuch und das Grund- sowie Oberflächenwassermonitoring standen im Mittelpunkt der achten Projektgruppensitzung am 19. Februar 2020 zum Lagerstättenwasseraustritt in Emlichheim.

In der vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie geleiteten Sitzung informierte die Wintershall Dea GmbH in Nordhorn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über den aktuellen Stand. Demnach verläuft der im November begonnene Immissionspumpversuch bisher planmäßig. Bei dem Pumpversuch handelt es sich um den ersten Schritt bei der Sanierung des Lagerstättenwasseraustritts. Durch die neben der Einpressbohrung Emlichheim 132 niedergebrachte Rammkernbohrung wird mit Lagerstättenwasser verunreinigtes Grundwasser zurückgefördert. Die Testphase wird voraussichtlich noch bis April andauern. Anschließend soll die Sanierung langfristig fortgeführt werden.

In den vergangenen zwei Wochen hat das Unternehmen das Grund- und Oberflächenwassermonitoring um sieben Messstellen erweitert. Bis Mitte des Jahres sind drei weitere Messstellen geplant - davon zwei tiefe, die gegebenenfalls auch als weitere Sanierungsbrunnen verwendet werden können.

Inzwischen liegen die Ergebnisse für 193 Grund- und Oberflächenwasserproben vor. Demnach besteht durch den Lagerstättenwasseraustritt aktuell weiterhin keine Gefahr für Menschen, Tiere und Pflanzen.

An der Arbeitssitzung unter Leitung des LBEG nahmen Vertreterinnen und Vertreter des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, des Landkreises Grafschaft Bentheim, der Samtgemeinde Emlichheim, der niederländischen Provinz Drenthe, der Wintershall Dea GmbH und des vom Unternehmen beauftragten Ingenieurbüros teil.

Hintergrund

An den Bohrungen Emlichheim 132 und Emlichheim 51 in der Grafschaft Bentheim ist es zu Korrosionen gekommen. Dabei sind aus der Bohrung Emlichheim 132 zwischen 2014 und 2018 bis zu 220.000 Kubikmeter Lagerstättenwasser ausgetreten. Das hat eine vorläufige Gefährdungsabschätzung des Betreibers der Bohrung ergeben.

Antworten auf „Häufig gestellte Fragen“ zu dem Lagerstättenwasseraustritt


Kontakt: Björn Völlmar, Tel.: 0511 643 3086,

E-Mail: presse@lbeg.niedersachsen.de
Artikel-Informationen

19.02.2020

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