Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie klar

Bodenuntersuchungen im Umkreis der Erdgasförderplätze abgeschlossen

15.05.2017


Die niedersachsenweiten Untersuchungen des Bodens im Umkreis der Erdgasförderplätze sind abgeschlossen. Mitarbeiter des Ingenieurbüros IGH (Ingenieurgesellschaft Grundbauinstitut Hannover) haben im Auftrag des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) im Umfeld von 200 der insgesamt 455 Erdgasförderplätze in Niedersachsen Proben genommen.

Untersucht wurden die Proben unter anderem auf Schwermetalle, unterschiedliche Kohlenwasserstoffe, Dioxine/Furane und Radioaktivität. Die bodenschutzrechtliche Bewertung hängt unter anderem von der Nutzung der unterschiedlichen Flächen ab. So gelten zum Beispiel für Grünland, Kinderspielflächen oder Gewerbe- und Industriegebiet sehr unterschiedliche Kriterien. Der sogenannte Maßnahmenwert zeigt das Vorliegen einer Gefahr an, der Prüfwert und der Schwellenwert signalisieren, dass detailliertere Untersuchungen nötig sind.

In der Umgebung von zwei Plätzen wurden Überschreitungen des Maßnahmenwertes der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) für Quecksilber auf Grünland festgestellt. Eine der beiden betroffenen Flächen liegt im Landkreis Leer, im Umfeld des Erdgasförderplatzes Leer Z5 (Betreiber: Vermillion). Die zweite Fläche liegt im Landkreis Diepholz im Umfeld des Erdgasförderplatzes Barrien 2T (Betreiber: Wintershall). Dort sind detaillierte Untersuchungen nötig. Die betroffenen Plätze werden aktuell nicht als Grünland genutzt.

In der Umgebung weiterer 27 Erdgasförderplätze überschreiten einige der Proben die oben genannten Prüfwerte/Schwellenwerte. In diesen Fällen hat das Landesamt die Betreiber der Plätze aufgefordert, weitere detaillierte Untersuchungen bei anerkannten Gutachtern in Auftrag zu geben. Ziel ist es, festzustellen, ob sich der Verdacht einer schädlichen Bodenveränderung erhärtet oder ausgeschlossen werden kann. Im Zuge der Detailuntersuchung wird der Umfang der Verunreinigung konkretisiert. Dabei soll abschließend festgestellt werden, ob eine Gefährdung für Menschen, Boden, Pflanze oder Wasser besteht.

Sechs von 27 Detailuntersuchungen sind bereits abgeschlossen. Bei Ihnen konnte der Verdacht auf eine schädliche Bodenveränderung ausgeräumt werden. Im Umfeld der Plätze, die besondere stoffliche Auffälligkeiten aufwiesen, sind insgesamt 61 Proben genommen und auf Radioaktivität untersucht worden. Sämtliche gemessenen Werte in diesen Proben bewegen sich im Rahmen der üblichen Gehalte natürlicher Böden in Deutschland. Auch für Dioxine und Furane bewegen sich die Analysen der insgesamt 51 Proben deutlich unterhalb der Maßnahmewerte.

Das LBEG wird alle Ergebnisse jetzt in einen Bericht zusammenstellen und der Niedersächsischen Landesregierung zur Verfügung stellen.

FAQ's zum Untersuchungsprogramm


Pressesprecherin: Heinke Traeger, Tel.: 0511 643 2274,
E-Mail: info@lbeg.niedersachsen.de

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln