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Bohrkampagne gestartet: LBEG untersucht Flussablagerungen der Weser

19.03.2018


Wie sind die geologischen Schichten im Gebiet der mittleren Weser aufgebaut? Wie sieht ihre Verbreitung aus? Zur Klärung dieser Fragen untersucht das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) als Staatlicher Geologischer Dienst von Niedersachsen bereits seit 2016 Flussablagerungen im Gebiet der mittleren Weser.

In diesem Jahr werden die Arbeiten fortgesetzt. Es sind über das Jahr verteilt mehrere wöchentliche Bohrkampagnen in wechselnden Gebieten der mittleren Weser, südlich von Hoya (Landkreis Nienburg/Weser), geplant.

Die erste diesjährige Bohrkampagne ist jetzt bei Dedendorf gestartet. Insgesamt werden sich die Geländearbeiten bis in den Spätherbst hinein schrittweise von den Gemeinden Bücken, Balge und Haßbergen im Norden bis nach Stolzenau und Landesbergen im Süden verschieben. Die Arbeiten sind in jeweils ein- bis dreiwöchige Zeitblöcke geteilt. Durch diese Aufsplittung der Arbeiten werden Belange des Naturschutzes (z. B. Brutzeiten, Überschwemmungen), witterungsbedingte Einflüsse oder Zeiten intensiver landwirtschaftlicher Nutzung berücksichtigt.

Die in diesem Gebiet geplanten Bohrungen erreichen Tiefen von etwa 20 bis maximal 100 Meter, um die aus Lockersedimenten aufgebaute Schichtenfolge des Quartärs (Eiszeitalter und gegenwärtige nacheiszeitliche Warmzeit) bis zur Quartärbasis zu erkunden. Das LBEG setzt bei seinen Bohrkampagnen ein Trockenbohrverfahren ein, bei dem das Bohrgut ausschließlich auf mechanischem Weg an die Oberfläche gefördert wird. Im Bohrprozess werden keine Flüssigkeiten oder chemischen Zusätze verwendet.

Die Ergebnisse der Bohrungen liefern neben Informationen über den Aufbau und die Materialzusammensetzung der geologischen Schichten wertvolle Informationen zur Entstehungsgeschichte des Wesertales. Bei diesem Bohrprogramm handelt es sich um kontinuierliche Arbeiten der geologischen Landesaufnahme, wie sie flächendeckend in ganz Niedersachsen durchgeführt werden. Gesammelt werden geologische Grundlagendaten. Die Ergebnisse dienen der Klärung von geowissenschaftlichen Fragestellungen, der Erfüllung der Beratungsaufgaben des LBEG sowie generell dem Verständnis der Geologie von Niedersachsen. Sie sind z. B. von Bedeutung für die Landesplanung, den Nachweis von Rohstoffen sowie für den Landschafts- und Naturschutz. Die Bohrarbeiten stehen nicht in Verbindung mit den Themen Fracking, CO2-Speicherung und Endlagerung radioaktiver Abfälle.

Die mobile Bohranlage des LBEG ist das gesamte Jahr über in verschiedenen Gebieten Niedersachsens im Einsatz. Wie bei allen Bohrungen der geologischen Landesaufnahme werden auch die in diesem Gebiet erzielten Ergebnisse nach Abschluss der Arbeiten in die Bohrdatenbank Niedersachsen eingestellt. Sie sind anschließend über den Kartenserver auf der Internetseite des LBEG für jedermann einsehbar.

Zum Kartenserver



Pressekontakt: Björn Völlmar, Tel.: 0511 643 3086,

E-Mail: presse@lbeg.niedersachsen.de

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19.03.2018

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