Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie klar

LBEG-Untersuchungen am Erdgasförderplatz Völkersen Z3/Z11: Erhöhte Quecksilberwerte festgestellt

10.12.2014


Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat im Umfeld des Erdgasförderplatzes Völkersen Z3/Z11 (Landkreis Verden) orientierende Bodenuntersuchungen durchgeführt. Die Untersuchungen ergaben erhöhte Quecksilbergehalte im Bodenmaterial, das einem trockenen Entwässerungsgraben entnommen wurde. Als Konsequenz hat der Betreiber, das Unternehmen RWE Dea AG, Detailuntersuchungen durchzuführen. Ziel der Detailuntersuchungen ist es, die Verbreitung und das Ausmaß der Belastung festzustellen sowie die Gefährdung für die Umwelt abzuschätzen.

Die LBEG-Experten haben an insgesamt 8 Stellen Bodenproben genommen: an 6 Stellen mit Grünlandnutzung/Grasbewuchs und an 2 Stellen mit Ackernutzung. Neben Quecksilber wurden die Proben durchgängig auf Schwermetalle, BTEX-Aromate (Benzol, Toluol, Ethylbenzol, Xylol), polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Kohlenwasserstoffe (KW C10-C40) sowie den Kohlenstoffgehalt (TOC) und den pH-Wert untersucht. Bei einer Bodenprobe wurde zusätzlich überprüft, ob sie Dioxine und Furane (PCDD/F) enthält.

Im Umfeld des Förderplatzes wurden keine Stoffe festgestellt, die für Mensch oder Pflanzen eine Gefahr darstellen. Auffällige Werte wurden dagegen in 2 von 4 Proben aus einem benachbarten trockenem Graben ermittelt. Sie überschreiten mit 9 bzw. 24 mg/kg Quecksilber z. T. deutlich den empfindlichsten Prüfwert (Nutzung als Kinderspielfläche: 10 mg/kg) der Bundes-Bodenschutzverordnung (BBodSchV). Daher sind die Detailuntersuchungen erforderlich. Hinsichtlich der übrigen untersuchten Parameter waren die Proben allerdings unauffällig.

Mehr zum Thema Quecksilberbelastung und zu den Untersuchungen an den Erdgasförderstellen in Niedersachsen:
http://www.lbeg.niedersachsen.de/startseite/bergbau/messergebnisse/quecksilberbelastung_an_erdgasfoerderstellen/untersuchungsergebnisse-zur-quecksilberbelastung-an-erdgasfoerderstellen-126155.html



Pressesprecher:


Andreas Beuge, Tel.: +49-(0)511-643-2679, Mobil: +49-(0)170-8569662,
E-Mail: Andreas.Beuge@lbeg.niedersachsen.de

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