Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie klar

Defekte Lagerstättenwasserleitung im Erdölfeld Scheerhorn: Ermittlungen zum genauen Schadensausmaß laufen

09.03.2015


An einer Lagerstättenwasserleitung der GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH im Erdölfeld Scheerhorn in der Gemeinde Hoogstede (Landkreis Grafschaft Bentheim) ist durch eine Leckage eine bisher noch unbekannte Menge Lagerstättenwasser ausgetreten. Der Schaden wurde am 06.03.2015 entdeckt. Der Betreiber informierte umgehend das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) über den Vorfall. Das LBEG hat als zuständige Aufsichtsbehörde unverzüglich mit den Ermittlungen zur Schadensursache begonnen sowie die Untere Wasserbehörde des Landkreises und die Gemeinde über die Leckage in Kenntnis gesetzt.

Der Schaden war bei Routinearbeiten im Förderbetrieb festgestellt worden. Ein Mitarbeiter hatte am Rande der Lagerstättenwasser-Verteilerplatte West eine Bodenvernässung entdeckt. Unmittelbar nach der Schadensfeststellung wurden erste Sofortmaßnahmen eingeleitet. Die Leitung wurde abgesperrt und druckentlastet sowie die Bohrungen gestoppt. Ein Bagger legte die betroffene Bodenstelle bis zur Kunststoffleitung (PVC) in ca. 1 Meter Tiefe frei.

Zur genauen Ermittlung des Schadens wurde ein unabhängiger Gutachter eingesetzt. Nach ersten Untersuchungen kann aufgrund der Leckage ein Grundwasserschaden nicht ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund kamen das gesamte Wochenende über Absaugpumpen zum Einsatz. Heute soll die aus Sicherheitsgründen verfüllte Grube wieder aufgegraben werden, um das gesamte Ausmaß der Leckage zu ermitteln. Insbesondere geht es jetzt darum, den möglichen Grundwasserschaden zu untersuchen. Die Durchführung der Sanierungsmaßnahmen wird im Rahmen der Bergaufsicht vom LBEG kontrolliert.


Hintergrund Lagerstättenwasser:
Lagerstättenwasser ist ein natürlicher Bestandteil in Erdöllagerstätten. Bei der Erdölgewinnung wird das Lagerstättenwasser als Flüssigkeit mit gefördert. Nach der Aufbereitung besteht es wie in dieser Leitung aus Wasser, gelösten Salzen und minimalen Resten an Kohlenwasserstoffen.


Häufig gestellte Fragen zum Lagerstättenwasser:
http://www.lbeg.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=30976&article_id=106540&_psmand=4



Pressesprecher:


Dr. Thomas Schubert, Tel.: +49-(0)511-643-3470,
E-Mail: info@lbeg.niedersachsen.de

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