Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie klar

Leckage im Erdölfeld Georgsdorf: Bohrung still gelegt – LBEG untersucht Schadensursache

02.04.2015


An einer Förderbohrung der ExxonMobil Produktion Deutschland GmbH (EMPG) im Erdölfeld Georgsdorf (Samtgemeinde Neuenhaus; Landkreis Grafschaft Bentheim) sind gestern (01.04.2015) durch eine Leckage circa 0,5 m³ (500 Liter) Nassöl ausgetreten. Die Förderbohrung wurde sofort außer Betrieb genommen. Der Betreiber informierte das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) über den Vorfall. Daraufhin hat das LBEG umgehend mit den Ermittlungen zur Schadensursache begonnen und die Untere Wasserbehörde des Landkreises Grafschaft Bentheim sowie die Samtgemeinde Neuenhaus in Kenntnis gesetzt.

Die Undichtigkeit trat während des regulären Förderbetriebes an einer Dichtung (Stopfbuchse) zwischen dem oberirdischen Bohrlochabschluss (E-Kreuz) und dem beweglichen Fördergestänge auf. Das Nassöl verteilte sich in Form eines Sprühnebels auf einer etwa 144 m² großen angrenzenden Ackerfläche.

Derzeit wird von einem unabhängigen Gutachter noch das genaue Schadensausmaß ermittelt. Der verunreinigte Boden wurde unverzüglich abgetragen. Im Anschluss ist vom Betreiber ein Sanierungskonzept zu erstellen. Die Durchführung der Sanierungsmaßnahmen wird im Rahmen der Bergaufsicht vom LBEG kontrolliert.

Hintergrund Nassöl:

Als Nassöl wird Erdöl bezeichnet, das durch eine Erdölbohrung gefördert wird. Es ist ein Gemisch aus Rohöl und Lagerstättenwasser. In Norddeutschland kann der Anteil des Lagerstättenwassers bei über 90 Prozent liegen. Wegen der unterschiedlichen Fließeigenschaften von Erdöl und Lagerstättenwasser kommt es im Laufe der Förderung dazu, dass immer mehr Lagerstättenwasser und immer weniger Erdöl gefördert wird.




Pressesprecher:


Dr. Thomas Schubert, Tel.: +49-(0)511-643-3470,
E-Mail: info@lbeg.niedersachsen.de

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