Artikel-Informationen
erstellt am:
16.02.2026
Geothermie ist und bleibt eines der wesentlichen Themen für das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG). Das sagte LBEG-Präsident Carsten Mühlenmeier bei der traditionellen Rede beim Bergdankfest am Samstag in Clausthal-Zellerfeld.
"Die Errichtung und der Betrieb von Geothermie-Anlagen liegen bis zum Erreichen der Netto-Treibhausgasneutralität im Jahr 2045 im überragenden öffentlichen Interesse", so der Behördenchef. Das kurz vor dem Jahreswechsel in Kraft getretene Geothermie-Beschleunigungsgesetz sei für das LBEG als zuständige Fachbehörde für die Aufsuchung und Gewinnung der Tiefengeothermie ein deutliches Signal und zugleich ein klarer Arbeitsauftrag. Das gelte auch bei der Beratung für die oberflächennahen Geothermie, die das Landesamt leiste.
In Kraft getreten ist Ende vergangenen Jahres zudem das Kohlendioxid-Speicher- und -Transportgesetz mit konkreten Auswirkungen auf die Arbeit des LBEG. Das Gesetz sehe drei zentrale Genehmigungstatbestände vor, so Mühlenmeier. Das seien die Errichtung, der Betrieb und die Änderung von Kohlendioxidleitungen, die Untersuchung des Untergrundes in der Ausschließlichen Wirtschaftszone auf seine Eignung für CO₂-Speicher sowie die Errichtung, der Betrieb und die wesentliche Änderung von Kohlendioxidspeichern. "Wir bewegen uns hier auf neuem Terrain mit hoher fachlicher Komplexität und großer Verantwortung. Das Ziel ist es, die Abgabe von CO₂ an die Atmosphäre zu verringern und damit auch die Auswirkungen des Klimawandels erträglich zu halten", erklärte der Präsident.
Ähnlich verhalte es sich mit der Wasserstoffspeicherung als zentrales Element der künftigen Energieinfrastruktur. Das LBEG trage durch fachkundige Beratung und durch die Schaffung klarer, verlässlicher Rahmenbedingungen dazu bei, dass der Aufbau von Wasserstoffspeichern verantwortungsvoll erfolgen könne. Schließlich spielten nach wie vor herkömmliche Energierohstoffe eine Rolle. Die Förderung von heimischem Erdgas gegenüber Importen gehöre zu einer ehrlichen und verantwortungsvollen Abwägung in der Energiepolitik, so der LBEG-Chef.
Zuvor gab es zum Auftakt des Bergdankfestes, das von der Fachschule für Wirtschaft und Technik, dem Traditionsverein Berg- und Hüttenschule, den Oberharzer Kirchengemeinden, der Technische Universität Clausthal und dem Oberharzer Geschichts- und Museumsverein zusammen mit dem LBEG ausgerichtet wird, die traditionelle Bergparade mit anschließendem Gottesdienst in der Marktkirche sowie dem abschließenden Tzscherpermahl.