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12. Norddeutsche Geothermietagung ist voller Erfolg: Mehr als 270 Expertinnen und Experten diskutieren über „Schlüssel zur Wärmewende“

Anzahl der Geothermieanlagen nach Landkreisen (2021) Bildrechte: LBEG
Anzahl der Geothermieanlagen nach Landkreisen (2021)

Norddeutschland hat riesige Potenziale für die Nutzung oberflächennaher Geothermie. Diese Möglichkeiten sollen zukünftig noch stärker genutzt werden. Darin waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 12. Norddeutschen Geothermietagung am 5. und 6. Mai einig.

„Die Geothermie ist ein Schlüssel zur Wärmewende. Das Potenzial für die Nutzung der Erdwärme in Niedersachsen ist noch lange nicht ausgeschöpft. Es braucht mehr von dieser klimaschonenden und zuverlässigen Art der Wärme- und Kälteversorgung“, so Carsten Mühlenmeier, Präsident des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG).

Norddeutschlands etablierter Geothermietreff fand diesmal rein digital – mit Video-Fachvorträgen zu aktuellen Rahmenbedingungen, Technologien und Projektbeispielen – statt. Es hatten sich mehr als 270 Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Behörden angemeldet.

Auf dem Programm standen unter anderem Themen wie „die Rolle der oberflächennahen Geothermie in politischen Klimaschutzstrategien“ und die „Fördermöglichkeiten für Wärmepumpen“.

Wesentliche Aussagen waren, dass die norddeutschen Bundesländer bei der Nutzung von Erdwärme – gerade in Neubauten – großes Potenzial haben, dieses aber noch nicht ideal abrufen. Dabei sind die Fördermöglichkeiten vor allem auf Bundesebene vielfältig. Eine entscheidende Rolle bei der Umstellung auf moderne Energietechnik wird das Handwerk spielen, das gerade damit beginnt, diese Chance zu erkennen. Die Konzepte für die Nutzung von oberflächennaher Geothermie sind vielfältig, sowohl für Bestandsbauten als auch für Neubauten, die zum Beispiel mit Systemen wie Kalter Nahwärme gut versorgt werden können. Beiträge aus den Niederlanden haben gezeigt, wie sich Deutschland im internationalen Vergleich darstellt und dass schlanke bürokratische Abläufe Hemmschwellen für potenzielle Nutzer von oberflächennaher Geothermie abbauen.

Die Veranstalter der Norddeutschen Geothermietagung sind das LBEG, die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) und die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft von Stadt und Region Hannover, hannoverimpuls, in Kooperation mit der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN).


Angezeigte Erdwärmebohrungen in Niedersachsen Bildrechte: LBEG
Angezeigte Erdwärmebohrungen in Niedersachsen

Zahlen, Daten und Fakten zur oberflächennahen Geothermie in Niedersachsen

· Inzwischen sind in Niedersachsen mehr als 18.800 Erdwärmeanlagen in Betrieb. Darin sind circa 430 gewerbliche und öffentliche Anlagen mit mehr als 30 Kilowatt Heiz-/Kühlleistung enthalten, die beispielsweise von Schulen, Kindergärten oder Bürogebäuden genutzt werden.

· Spitzenreiter bei der Gesamtzahl der installierten Anlagen in Niedersachsen war im vergangenen Jahr –­ wie zuvor auch – die Region Hannover mit insgesamt 1862 Erdwärmepumpen, gefolgt vom Landkreis Emsland (1758) und dem Landkreis Harburg (900).

· Auf die Bevölkerung bezogen befindet sich die höchste Anlagendichte in Niedersachsen mit 5,3 je 1000 Einwohner im Emsland, vor der Grafschaft Bentheim (4,6) und den Landkreisen Lüneburg (4,1) sowie Celle (4,0).

· Im Jahr 2020 waren von allen errichteten Geothermieanlagen in Niedersachen 92,4 % Erdwärmesonden und 7 % Erdwärmekollektoren. Andere Systeme hatten im vergangenen Jahr einen Anteil von weniger als 1 % des Geothermiemarktes.

Internetseite der Norddeutschen Geothermietagung:

https://www.norddeutsche-geothermietagung.de/

Internetanwendung „Geothermie – geht das bei mir?“:

https://nibis.lbeg.de/geothermie/ (u.a. für Häuslebauer)

Infos des Niedersächsischen Geothermiedienstes: https://www.lbeg.niedersachsen.de/startseite/energie_und_rohstoffe/niedersachsischer_geothermiedienst_ngd/downloadbereich_geothermie/veranstaltungskalender-121278.html

Pressekontakt: Eike Bruns, Tel.: 0511 643 2274, Björn Völlmar, Tel.: 0511 643 3086,

E-Mail: presse@lbeg.niedersachsen.de, Internet: http://www.lbeg.niedersachsen.de

Artikel-Informationen

erstellt am:
06.05.2021

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