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Harburg, Rotenburg und Verden: LBEG erkundet Grundwasser aus luftiger Höhe

Wo befindet sich das Grundwasser? Wie sind die Grundwasserleiter aufgebaut? Welche Bereiche sind versalzen? Um diese Fragen für die Landkreise Harburg, Rotenburg und Verden zu klären, führt das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie voraussichtlich vom 13. bis 20. Dezember 2019 hubschraubergestützte geophysikalische Messungen durch.

Der vom LBEG eingesetzte Hubschrauber zieht eine Antenne in circa 30 Meter Höhe über die Geländeoberfläche. Mit der Antenne wird die Verteilung der spezifischen elektrischen Widerstände im Untergrund bis in eine Tiefe von etwa 200 Metern aufgezeichnet. Während der Untersuchungen wird ein Magnetfeld erzeugt, das mit einer Induktionsspule gemessen wird. Dadurch erhalten die Fachleute des Landesamtes Informationen über die Leitfähigkeit des Untergrundes (SkyTEM-Verfahren).

„Von den gemessenen Widerständen können wir auf die geologischen und hydrogeologischen Verhältnisse im Untergrund schließen. So deuten hohe Widerstände auf Sand oder Kies und niedrige auf Ton oder Salzwasser hin“, so der LBEG-Hydrogeologe Nico Deus.

Die Messungen erfolgen auf Nord-Süd verlaufenden Fluglinien, die im Mittel einen Abstand von 250 Metern haben.

Im Anschluss an die Befliegung werden die geophysikalischen Daten zur Erstellung eines hydrogeologischen Untergrundmodells genutzt. Auf dessen Basis können dann unter anderem die Grundwasserversalzungsbereiche kartiert werden.

Weitere Infos zu SkyTEM (Geobericht 32, ab Seite 22)

Artikel-Informationen

06.12.2019

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