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erstellt am:
20.01.2026
Das hydrologische Jahr 2025 war zu trocken. Im Zeitraum vom 1. November 2024 bis 31. Oktober 2025, der das hydrologische Jahr beschreibt, sind in Niedersachsen 129 Millimeter (minus 17 Prozent) weniger Niederschlag gefallen als im langjährigen Mittel zwischen 1991 und 2020. Das zeigen die aktuellen Auswertungen des Niedersächsischen Kompetenzzentrums Klimawandel (NIKO), in dem das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) mitarbeitet.
Zu den wenigen Niederschlägen kommen auch noch gestiegene Temperaturen, die für mehr potenzielle Verdunstung sorgen. „Das beides zusammengenommen ergibt für Niedersachsen eine Klimatische Wasserbilanz von minus 50 Millimetern in 2025“, sagt Gabriele Ertl, Hydrogeologin im LBEG. „Gegenüber dem Vergleichszeitraum 1991 bis 2020 sind das 174 Millimeter oder eben 141 Prozent weniger Wasser, das potentiell zur Verfügung steht“, verdeutlicht sie.
Schon vergangenes Frühjahr hatte das LBEG die Auswertung veröffentlicht, dass das niedersächsische Wasserdefizit im März 2025 das größte seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war. Die Klimatische Wasserbilanz betrug minus 39 Millimeter. Das entspricht einem Defizit von 39 Litern pro Quadratmeter. Hauptgrund war, dass im Landesdurchschnitt gerade einmal nur sieben Millimeter Niederschlag fielen. „So wenig wie noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen“, erklärt Mithra Hajati, Hydrologin im LBEG. Zwar brachte der Oktober überdurchschnittliche Niederschläge insbesondere im Norden Niedersachsens, das Defizit im Landesmittel konnten diese jedoch nicht ausgleichen.
Das wirkt sich auch auf die Grundwasserneubildung aus. Die Auswertungen des LBEG zeigen, dass sie damit weiterhin in einem niedrigen Bereich liegt, der seit etwa 25 Jahren im landesweiten Durchschnitt vorherrscht. Üblicherweise sind in Niedersachsen der Dezember und der Januar die Monate mit der stärksten Grundwasserneubildung. Jedoch haben die Winterniederschläge im Jahreswechsel 2025/2026 bisher keine Trendwende erkennen lassen.
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