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LBEG veröffentlicht neues dreidimensionales Übersichtsmodell: Niedersachsens Untergrund verständlich machen

Ausschnitt, Kachel Verden, 3D-Modell TUNB3D-NI, Horizontbasisflächen, Störungsflächen, Salzstrukturen Bildrechte: LBEG
Der Ausschnitt (hier: Kachel Verden) aus dem 3D-Modell TUNB3D-NI zeigt Horizontbasisflächen, Störungsflächen und Salzstrukturen.

Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) veröffentlicht ein neues dreidimensionales Übersichtsmodell des tieferen Untergrundes von Niedersachsen und Bremen (TUNB3D-NI). Es bildet in einem regionalen Maßstab 13 geologische Horizonte, Salzstrukturen und Verwerfungsflächen bis in eine Tiefe von 7500 Metern dreidimensional ab. Damit ist es eine wichtige Grundlage für viele Fragestellungen, die sich aus der intensiven Nutzung des tieferen Untergrundes ergeben, wie zum Beispiel der Gewinnung und Speicherung von Erdöl und Erdgas, der Gewinnung von geothermischer Energie, von Grundwasser, und der Lagerung von Abfällen.

Erarbeitet wurde das Modell im Rahmen des Verbundvorhabens „Potenziale des unterirdischen Speicher- und Wirtschaftsraumes im Norddeutschen Becken“ (Tieferer Untergrund Norddeutsches Becken – TUNB) in Zusammenarbeit mit den Staatlichen Geologischen Diensten von Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein unter Federführung der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover. Entlang der Grenzen dieser beteiligten Bundesländer ist das Modell weitgehend harmonisiert.

Das Vorgängermodell, der erstmalig im Jahr 2011 veröffentliche Geotektonische Atlas 3D von Niedersachsen (GTA3D), war bei der Modellierung eine wesentliche Grundlage. Unter Berücksichtigung einer großen Menge geologischer Erkundungsdaten, die im LBEG vorgehalten und gepflegt werden, wurde der GTA3D nun umfassend überarbeitet und aktualisiert. Dabei sind mehr als 9000 Tiefbohrungen aus der Erdöl- und Erdgasexploration, mehr als 17.000 flachere Bohrungen sowie eine Auswahl neuerer 2D- und 3D-seismischer Daten ausgewertet und integriert worden. Geologische Horizontflächen und Salzstrukturen zeigen im Vergleich zum Vorgängermodell eine genauere Anpassung an diese Daten. Störungsflächen sind im neuen Modell in generalisierter Form als dreidimensionale, horizontübergreifende Flächen dargestellt und machen dadurch den komplizierten Bau des niedersächsischen Untergrundes besser verständlich.

Auf der Internetseite des NIBIS®-Kartenservers des LBEG besteht die Möglichkeit, das 3D-Modell des tieferen Untergrundes mittels eines 3D-Viewers selbst interaktiv zu erkunden. Zudem wird angeboten, Modellteile in Form von 3D-PDF-Dateien herunterzuladen und offline zu betrachten. Die originalen Modelldaten werden auf Anfrage unentgeltlich zur Verfügung gestellt.

Damit steht das 3D-Modell TUNB3D-NI neben Fachleuten aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Behörden als Unterstützung für ihre Arbeit auch allen anderen Interessierten jederzeit barrierefrei zur Verfügung.

Weitere Infos:

Der NIBIS®-Kartenserver ist im Internet unter http://nibis.lbeg.de/cardomap3/ erreichbar, ein übersichtlicher Start in das 3D-Modell ist online auch direkt verfügbar.

Mehr Informationen zum 3D-Modell gibt es im Webauftritt des LBEG unter der Adresse https://www.lbeg.niedersachsen.de/startseite/geologie/neu_3d_modelle_des_untergrundes/geologische_ubersichtsmodelle/tieferer_untergrund_norddeutsches_becken_tunb3d_ni/3d-modell-tunb3dni-206774.html.

Pressekontakt: Eike Bruns, Tel.: 0511 643 2274, Björn Völlmar, Tel.: 0511 643 3086,

E-Mail: presse@lbeg.niedersachsen.de, Internet: http://www.lbeg.niedersachsen.de

Artikel-Informationen

erstellt am:
03.05.2022

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