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LBEG-Jahresbericht: Erdölförderung in Deutschland angestiegen

07.06.2012


Die Erdölförderung in der Bundesrepublik Deutschland ist 2011 gegenüber dem Vorjahr um 6,6 Prozent auf knapp 2,7 Millionen Tonnen angestiegen, teilt das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) in seinem jetzt erschienenen Jahresbericht „Erdöl und Erdgas in der Bundesrepublik Deutschland 2011“ mit. Grund hierfür ist unter anderem eine Zunahme der Fördermengen in den Erdölfeldern Mittelplate/Dieksand (Schleswig-Holstein) und Römerberg (Rheinland-Pfalz).

Dagegen hat die Förderung von Erdgas um fünf Prozent auf 12,9 Milliarden Kubikmeter abgenommen. Dies ist vor allem auf den natürlichen Förderabfall der Lagerstätten zurückzuführen.

Die Konzessionsfläche zur Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen ist dem Trend der vergangenen Jahre gefolgt und noch einmal angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Fläche um 12 000 Quadratkilometer auf 109 000 Quadratkilometer vergrößert. Neue Konzessionsflächen wurden vor allem in Mecklenburg-Vorpommern, Bayern, Thüringen, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein vergeben.

Die Anzahl der aktiven Explorationsbohrungen ist von 13 auf zehn gesunken, die der Feldesentwicklungsbohrungen hat sich hingegen auf 46 verdoppelt. Die Bohrmeterleistung aller Erdöl- und Erdgasbohrungen hat infolgedessen den höchsten Wert seit 1998 erreicht. Sie betrug im vergangenen Jahr 73 272 Meter.

Erstmals seit mehreren Jahren ist das nutzbare Arbeitsgasvolumen der Untertage-Erdgasspeicher in Deutschland gesunken. Durch die Außerbetriebnahme des Speichers Dötlingen hat sich das Arbeitsgasvolumen in der Bilanz um 0,9 Milliarden Kubikmeter auf 20,4 Milliarden Kubikmeter reduziert. Es soll jedoch in den kommenden Jahren um 11,9 Milliarden Kubikmeter ausgebaut werden.

Das LBEG ist Bergbehörde für Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein und Hamburg sowie Geologischer Dienst für Niedersachsen. Die Aufgabenwahrnehmung erfolgt fachlich-neutral und wirtschaftlich unabhängig. Das LBEG überwacht die Bergbaubetriebe in Bezug auf Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz. Im Sinne der Daseinsvorsorge sichert sich das LBEG dauerhaft die Kenntnisse über Georessourcen und stellt diese bereit.

Zum Jahresbericht:

http://www.lbeg.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=655&article_id=936&_psmand=4

Ansprechpartner:

Björn Völlmar, Tel.: +49-(0)511 643 3086,
E-Mail: b.voellmar@lbeg.niedersachsen.de


Pressesprecher:


Andreas Beuge, Tel.: +49-(0)511-643-2679, Mobil: +49-(0)170-8569662,
E-Mail: Andreas.Beuge@lbeg.niedersachsen.de
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