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LBEG startet Wanderausstellung: Plaggenesch zum Boden des Jahres 2013 ernannt

04.12.2012


Er ist nachhaltig fruchtbar, speichert viel Kohlenstoff und wurde durch den Menschen geschaffen – der Plaggenesch. Am 04. Dezember ist er vom „Kuratorium Boden des Jahres“ unter der Schirmherrschaft des niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister in der Niedersächsischen Landesvertretung in Berlin als Deutschlands Boden des Jahres 2013 ausgerufen worden. Die Bekanntmachung erfolgt jährlich im Rahmen des Weltbodentages. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) in seiner Funktion als Geologischer Dienst von Niedersachsen stellt zu diesem Anlass den Plaggenesch in den Mittelpunkt einer neuen Wanderausstellung, die in der Landesvertretung erstmalig präsentiert wurde.

Im Fokus der Ausstellung stehen neben dem Plaggenesch die Themen Bodennutzung und Bodenschutz. Böden liefern weltweit mehr als 90 Prozent der Nahrungsmittel, sie sind der größte Kohlenstoffspeicher und ein Archiv für die Umwelt- und Kulturgeschichte. Dennoch gehen jährlich auf der Erde etwa 24 Milliarden Tonnen Boden verloren. Das ist eine dramatische Entwicklung, die häufig unterschätzt wird. „Am Plaggenesch wird die Gradwanderung zwischen der Bodennutzung und der Bodenzerstörung deutlich“, so LBEG-Präsident Ralf Pospich. Der Plaggenesch vereint zahlreiche Bodenfunktionen und repräsentiert das Zusammenwirken menschlichen Handelns mit dem Bodenzustand. Die Ausstellung zeigt, dass menschliches Wirken, wie z.B. beim Plaggenesch, die Böden nachhaltig verbessert. Andererseits steht die Übernutzung der Heiden durch das sogenannte Plaggen (Erklärung siehe unten) für eine Nährstoffverarmung und Bodenzerstörung durch Winderosion. „Mit der Ausstellung wollen wir daher ein wenig zum Bodenbewusstsein beitragen“, erklärt Ralf Pospich.

Die Wanderausstellung kann bis zum 05. Januar 2013 im LBEG und ab dem 07. Januar 2013 im Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz in Hannover besucht werden.

Info Plaggenesch:

Der Plaggenesch ist durch jahrhundertelangen Auftrag aus einem Gemisch von flach abgehackten Heide- und Grasplaggen sowie Stallmist entstanden. Dadurch erreicht der Esch-Horizont des Bodens teilweise eine Mächtigkeit von bis zu 80 cm. Der Plaggenesch tritt vor allem in Nordwest-Deutschland und den Niederlanden auf.


Weitere Informationen:

http://www.lbeg.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=590&article_id=678&_psmand=4

http://www.dbges.de

Zur Ausstellung:

http://www.lbeg.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=32116&article_id=111083&_psmand=4


Pressesprecher:


Andreas Beuge, Tel.: +49-(0)511-643-2679, Mobil: +49-(0)170-8569662,
E-Mail: Andreas.Beuge@lbeg.niedersachsen.de
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