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LBEG-Studie: Erdöl- und Erdgasproduktion in Deutschland rückläufig

25.04.2013


Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) verzeichnet für das Jahr 2012 in Deutschland einen Rückgang bei der Erdöl- und Erdgasproduktion. Zu diesem Ergebnis kommt das LBEG in seinem aktuellen Bericht „Erdöl- und Erdgasreserven in der Bundesrepublik Deutschland am 1. Januar 2013“. Auf Grund der fortschreitenden Ausförderung der Erdöl- und Erdgasfelder sei kein positiver Trend zu erkennen, so ein allgemeines Fazit der Studie. Lediglich in Rheinland-Pfalz nahm die Produktion zu.

Insgesamt wurden 2012 in Deutschland 2,6 Millionen Tonnen Erdöl gefördert. Das ist ein Rückgang von rund 56 000 Tonnen bzw. 2,1 % gegenüber 2011. Die Erdölreserven in Deutschland betrugen am Stichtag 1. Januar 2013 32,5 Millionen Tonnen und liegen damit um 2,8 Millionen Tonnen unter dem Ergebnis des Vorjahres (- 8 %).

Nach wie vor lagern die meisten sicheren und wahrscheinlichen Erdölreserven im Norddeutschen Becken. Der Anteil Schleswig-Holsteins fiel aber gegenüber dem Vorjahr um 1,1 % auf 41,2 %, während sich Niedersachsens Anteil um 0,7 % auf 30,8 % verringerte. Die Reserven in Rheinland-Pfalz hingegen stiegen um 2,1 % auf 25,9 %.

Beim Erdgas (Rohgas) ging die Produktion in Deutschland 2012 um rund 9,1 % auf jetzt 11,7 Milliarden Kubikmeter zurück. Die Rohgasreserven belaufen sich für 2013 auf 123,3 Milliarden Kubikmeter und lagen damit um 9,3 Milliarden Kubikmeter unter denen des Vorjahres (- 7 %). Der Rückgang der Erdgasreserven und der Produktion begründet sich im Wesentlichen durch die stetige Ausförderung der vorhandenen Lagerstätten und dem Fehlen von nennenswerten Neufunden.

Im Ländervergleich liegt die zentrale Erdgas-Förderprovinz Deutschlands in Niedersachsen. Hier lagern nach der aktuellen Statistik 98,1 % (+ 0,2 % gegenüber 2012) der Rohgasreserven. 94,5 % (+ 0,7 %) des geförderten Rohgases wurden 2012 hier produziert.

Das LBEG erfasst jährlich die Erdöl- und Erdgasreserven der Förderfelder in der Bundesrepublik Deutschland. Die Reserven werden auf der Grundlage internationaler Standards ermittelt und beruhen auf den Meldungen der in Deutschland operierenden Erdöl- und Erd-

gasunternehmen. Als sichere Reserven werden Kohlenwasserstoffmengen in bekannten Lagerstätten bezeichnet, die aufgrund lagerstättentechnischer und geologischer Erkenntnisse unter den gegebenen wirtschaftlichen und technischen Bedingungen mit einem Wahrscheinlichkeitsgrad von mindestens 90 % gewinnbar sind. Bei den wahrscheinlichen Reserven liegt der Grad bei mindestens 50 %.

Zum Reservenbericht:

http://www.lbeg.niedersachsen.de/master/C38215718_N38202300_L20_D0_I31802357.html

Pressesprecher:


Andreas Beuge, Tel.: +49-(0)511-643-2679, Mobil: +49-(0)170-8569662,
E-Mail: Andreas.Beuge@lbeg.niedersachsen.de
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