Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie Niedersachen klar Logo

Untersuchungen des LBEG: Hüvener Findling gehört zu den größten Niedersachsens

Der in Hüven im Landkreis Emsland gefunden Findling gehört zu den größten Niedersaschens. Das haben die Untersuchungen ergeben, die die Geologen des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie am Donnerstag, 5. November, vor Ort vorgenommen haben. Der aus Granit bestehende Stein hat Maße von durchschnittlich 5,80 Metern Länge, 2,90 Metern Höhe und 4,50 Metern Breite. Mit diesen Maßen gehen die Experten davon aus, dass der Findling ein Gewicht von 100 bis 140 Tonnen haben kann. Der bislang größte in Niedersachsen gefundene Findling in Stöckse (Landkreis Nienburg) wiegt 330 Tonnen, der zweitgrößte in Dietrichsfeld (Landkreis Aurich) indes 110 Tonnen.

„Der Stein stammt aus Skandinavien“ sagt Geologin Janine Meinsen. Die ersten Proben belegen das. Woher aus Skandinavien genau, werden die Untersuchungen der genommenen Gesteinsproben zeigen, die im LBEG in den kommenden Wochen vorgenommen werden. Schon jetzt ist für Janine Meinsen klar, dass der Stein vor rund 150.000 bis 200.000 Jahren während der Saale-Kaltzeit durch Gletscherbewegungen ins Emsland gekommen ist. Der Findling selbst ist aber schon viel älter. „Mehrere 100 Millionen Jahre“, schätzt Janine Meinsen, „wahrscheinlich auch eine Milliarde Jahre alt.“

Ihr Kollege Roberto Pierau erklärt, dass der Stein nun ein Naturdenkmal werde. „Findlinge ab einer Größe von zwei Metern Durchmesser werden automatisch Geotope“, sagt der Geologe. Verändert werden darf der Stein daher nicht mehr, zum Beispiel durch das Aufbringen von Inschriften. Wohl aber darf der Findling seinen Standort wechseln. Die Gemeinde Hüven will demnächst den Stein in den Ort an eine repräsentative Stelle versetzen lassen. Entdeckt worden war er schon vor mehr als 50 Jahren von dem Landwirt, dem die Fläche gehört. Erst jetzt hatte sein Sohn angefangen, den Stein, der viel größer war als vermutet, freizulegen.

Finling in Hüven Bildrechte: LBEG/Eike Bruns
Roberto Pierau und Janine Meinsen untersuchen den Findling in Hüven.
Findling in Hüven Bildrechte: LBEG/Eike Bruns
Roberto Pierau und Janine Meinsen untersuchen den Findling in Hüven.

Presskontakt: Eike Bruns, Tel.: 0511 643 2274, Björn Völlmar, Tel.: 0511 643 3086,

E-Mail: presse@lbeg.niedersachsen.de, Internet: http://www.lbeg.niedersachsen.de

Artikel-Informationen

erstellt am:
05.11.2020

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln