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Grenzüberschreitende Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß §§ 58 und 59 UVPG zum Vorhaben der ONE Dyas B.V. „Erdgasgewinnung aus dem Feld N05-A“ in der Nordsee

Projekt:

Die Firma ONE Dyas B.V. beabsichtigt Erdgas aus dem Erdgasfeld N05-A in der Nordsee zu fördern. Hierzu soll im Bereich des Erdgasfeldes N05-A eine Erdgasförder- und - aufbereitungsplattform errichtet und betrieben werden. Der vorgesehene Standort der Plattform N05- A befindet sich im niederländischen Küstenmeer etwa fünfhundert Meter von den deutschen Hoheitsgewässern entfernt und ungefähr zwanzig Kilometer entfernt zu der Küste von Borkum.

Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) koordiniert für das Gesamtvorhaben die grenzüberschreitende Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß §§ 58 und 59 UVPG in Deutschland.

Vorhabenträgerin:

Oranje-Nassau Energie B.V., Parnassusweg 815,1082 LZ Amsterdam

Verfahren:

Grenzüberschreitende Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung bei ausländischen Vorhaben gemäß §§ 58 und 59 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG)

Verlauf des Genehmigungsverfahrens:

09.08.2019 bis 19.09.2019:

Auslegung der Mitteilung über das Vorhaben

23.04.2021 bis 03.06.2021:

Auslegung der Antragsunterlagen, des niederländischen UVP-Berichts und der niederländischen Beschlussentwürfe

Die Beschlussentwürfe umfassen hierbei:

- den Entwurf der Genehmigung nach dem Gesetz über das allgemeine Raumordnungs- und Umweltrecht (Wet algemene bepalingen omgevingsrecht/Wabo)

- den Entwurf der Genehmigung für die Verlegung einer Rohrleitung und eines Kabels auf der Grundlage der Bergbauverordnung (Mijnbouwbesluit)

- den Entwurf des Zustimmungsbeschlusses mit Erdgasförderplan auf der Grundlage des Bergbaugesetzes (Mijnbouwwet).

Die Antragsunterlagen, der niederländische UVP-Bericht und die niederländischen Beschlussentwürfe liegen in der Zeit vom 23.04.2021 bis zum 03.06.2021 im

Rathaus der Stadt Borkum
Neue Str. 1
26757 Borkum

sowie im

Rathaus der Gemeinde Krummhörn
Rathausstr. 2
26736 Krummhörn

zur Einsichtnahme aus.

Die Stadt Borkum (Telefon: 04922/3030; E-Mail: Stadt@Borkum.de) und die Gemeinde Krummhörn (Telefon: 04923 916-0; E-Mail: gemeinde@krummhoern.de) bitten Sie aufgrund der COVID-19-Pandemie um vorherige telefonische oder digitale (per E-Mail) Terminabstimmung für die Einsichtnahme in die Unterlagen.

Die Bekanntmachung der Auslegung sowie die auszulegenden Unterlagen sind online verfügbar.

Allgemeine Vorhabenbeschreibung:

Die Firma ONE Dyas B.V. beabsichtigt Erdgas aus dem Erdgasfeld N05-A in der Nordsee zu fördern. Hierzu soll im Bereich des Erdgasfeldes N05-A eine Erdgasförder- und - aufbereitungsplattform errichtet und betrieben werden. Von der Plattform N05-A sollen bis zu zwölf Bohrungen, teilweise in das Erdgasfeld N05-A und teilweise in mehrere benachbarte erdgashöffige Felder, bei denen noch nicht feststeht, ob sie förderbare Erdgasmengen enthalten, abgeteuft werden. Das geförderte Erdgas soll über eine auf niederländischem Hoheitsgebiet neu zu bauende Pipeline zur vorhandenen Nordgas-Transportleitung (NGT-Pipeline) transportiert werden. Darüber hinaus soll zur Stromversorgung der N05-A-Plattform ein Kabel zum Offshore-Windpark Riffgat im deutschen Sektor der Nordsee verlegt werden.

Der vorgesehene Standort der Plattform N05-A befindet sich im niederländischen Küstenmeer etwa fünfhundert Meter von den deutschen Hoheitsgewässern entfernt und ungefähr zwanzig Kilometer entfernt zu der Küste von Borkum. Teile des Erdgasfeldes N05-A befinden sich auf deutschem Hoheitsgebiet. Die umliegenden erdgashöffigen Erdgasfelder befinden sich zum Teil ebenfalls vollständig oder teilweise auf deutschem Hoheitsgebiet.

Die Installation einer Erdgasförder- und -aufbereitungsplattform, das Abteufen von Tiefbohrungen, die Verlegung einer Rohrleitung zum Transport des geförderten Gases, die Verlegung eines Energieversorgungskabels sowie die Erdgasproduktion erfordern Genehmigungen und die Zustimmung des niederländischen Ministers für Wirtschaft und Klima.

Durch das geplante Vorhaben entstehen Auswirkungen auf Deutschland. Aus diesem Grund wurde die Bundesrepublik Deutschland im Rahmen der Espoo-Konvention in das Verfahren zur Prüfung der Umweltverträglichkeit mit einbezogen.

Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) koordiniert die Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß §§ 58 und 59 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) in Deutschland.



"Vergrößern"   Bildrechte: Royal HaskoningDHV

Artikel-Informationen

erstellt am:
22.04.2021

Ansprechpartner/in:
Herr Phillip Lepa

Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie
Dienstsitz Clausthal-Zellerfeld
An der Marktkirche 9
38678 Clausthal-Zellerfeld
Tel: +49 (0) 5323 9612-316

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