Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie klar

St. Andreasberg: Schacht Morgenröthe wird ab kommender Woche gesichert

15.09.2017


In der kommenden Woche beginnt die Sicherung des Schachtes Morgenröthe in St. Andreasberg. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat die Arbeiten in Auftrag gegeben. Normalerweise gilt im Bergbau das Prinzip - wer den Schaden verursacht hat, muss ihn auch wieder beseitigen. In Haftung genommen werden können auch die entsprechenden Rechtsnachfolger. In diesem Fall konnte ein solcher nicht mehr ermittelt werden, da der Schacht Morgenröthe bereits sehr alt ist. Er wurde von 1565 bis 1769 betrieben, daher ist das LBEG im Rahmen der Gefahrenabwehr für die Sicherung des Schachtes zuständig.

Über dem bis zu 175 Meter tiefen Schacht zeigen sich bereits seit längerer Zeit Absenkungen. Aus diesem Grund hatte das LBEG die Schachtöffnung sperren lassen und regelmäßige Höhenmessungen veranlasst. Ursache der Absenkungen ist die Bewegung der vor rund 250 Jahren eingebrachten Verfüllmaterialien. Sie sind über die Zeit hinweg zusammengepresst worden und fließen am unteren Ende der Füllsäule langsam aus dem Schacht aus.

Um den Schacht zu sichern wird die beauftragte Firma über viele Bohrungen Zement in das bereits vorhandene Verfüllmaterial einbringen. Der Zement, als kompakter Block im festen Gestein verankert, wird ein weiteres Absinken der Schachtfüllsäule verhindern. Nach Abschluss der Arbeiten wird die Tagesoberfläche wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt.

Die ausführende Baufirma ist darüber informiert, dass die Gemeinde St. Andreasberg als Kurort anerkannt ist und damit Lärmschutzmaßnahmen und Beschränkungen in der Arbeitszeit verbunden sind. Das örtlich ansässige Ingenieurbüro b.i.g. GmbH wird die Arbeiten überwachen, die voraussichtlich rund drei Monate dauern werden.

Pressesprecherin: Heinke Traeger, Tel.: 0511 643 2274,
E-Mail: info@lbeg.niedersachsen.de

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