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erstellt am:
27.02.2026
Zur Aufsuchung von Erdwärme aus mehr als 400 Metern Tiefe teilt das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) der ESSO Deutschland GmbH zum 1. März das Erlaubnisfeld Hemslingen II zu. Das Feld ist knapp 284 Quadratkilometer groß und erstreckt sich in einem länglichen Streifen zwischen Soltau und Schneverdingen im Osten sowie Visselhövede und Rotenburg (Wumme) im Westen. Die Erlaubnis ist befristet auf knapp vier Jahre bis zum 31. Dezember 2029.
Die Esso Deutschland GmbH mit Sitz in Hamburg, eine hundertprozentige ExxonMobil-Tochtergesellschaft, hat den Antrag auf Aufsuchung von Erdwärme beim LBEG als zuständiger Genehmigungsbehörde eingereicht, woraufhin das Landesamt den von der Fläche betroffenen Landkreisen Heidekreis und Rotenburg (Wümme), den Städten Bad Fallingbostel, Schneverdingen, Soltau, Visselhövede und Walsrode, den Samtgemeinden Bothel und Fintel sowie den Gemeinden Neuenkirchen und Scheeßel die Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben hat. Nun gibt das LBEG dem Antrag statt und erteilt die Erlaubnis. Diese gibt der Esso Deutschland GmbH das grundsätzliche Recht, die Aufsuchung vorzunehmen. Tatsächliche Aufsuchungshandlungen dürfen allerdings erst nach Zulassung bergrechtlicher Betriebspläne erfolgen, für die unter anderem ein gesondertes Beteiligungsverfahren nötig ist.
Die Esso Deutschland GmbH hatte bereits zum 1. Januar vergangenen Jahres das Erlaubnisfeld Hemslingen zur Aufsuchung von Lithium vom LBEG zugeteilt bekommen, das sich in weiten Teilen mit dem Feld Hemslingen II deckt. Das Unternehmen sieht in dem Feld Möglichkeiten, bei einer späteren Lithiumproduktion auch Erdwärme gewinnen zu können, die im Wesentlichen für die energieressourcenschonende Gewinnung und Aufbereitung von Lithium genutzt werden soll.
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