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Wasserkreislauf

Wasser hat eine große Bedeutung für Mensch und Natur. Das Leben auf der Erde ist darauf angewiesen, dass es Wasser in ausreichender Menge und guter Qualität gibt. Dabei ist Trinkwasser unser wichtigstes Lebensmittel. In Niedersachsen stammt fast 86 % aus dem Grundwasser. Jährlich werden knapp eine halbe Milliarde Kubikmeter gefördert – mehr als das Zehnfache des Volumens des Steinhuder Meers. Dabei gilt: Wir dürfen nur so viel Grundwasser entnehmen, wie sich auch wieder neu bildet. Der Wasserkreislauf sorgt dafür, dass alles Wasser ständig in Bewegung ist und sich Grundwasser erneuern kann.

Wasserkreislauf   Bildrechte: LBEG

Mehr als 97 % des Wassers auf der Erde ist das Salzwasser in den Weltmeeren. Im Salzwasser sind so viele Stoffe gelöst, dass es für Menschen und die meisten landlebenden Tiere und Pflanzen giftig ist. Dabei hat das Meerwasser im Durchschnitt einen Salzgehalt von 3,5%. Über den Meeren sorgen Sonne und Wind dafür, dass Wasser verdunstet und als Wasserdampf in die Atmosphäre aufsteigt. Etwas weniger als die Hälfte des Wassers in der Atmosphäre entstammt diesem Prozess, der größere Teil entsteht durch Verdunstung über der Landoberfläche. Hier spielt die Verdunstung über offenen Wasserflächen nur eine sehr geringe Rolle. Das mit Abstand meiste Wasser wird an Land durch Pflanzen verdunstet (Transpiration). Dabei verdunsten z.B. Nadelbäume mehr Wasser als Laubbäume und Laubbäume mehr als Gras.

Wenn Wasser verdunstet, bleiben die darin enthaltenen Stoffe ganz überwiegend zurück. Daher entsteht durch die Verdunstung über den Meeren Wasserdampf aus Süßwasser. Rund 13.000 km³ Wasser befinden sich so ständig in der Atmosphäre. Wenn die Luft mit Wasserdampf gesättigt ist, kondensiert dieser und es bilden sich Wolken. Die zunächst winzigen Wassertröpfchen werden zu größeren Tropfen, die schließlich als Regen, Schnee oder Hagel niedergehen.

Von den Niederschlägen, die über der Landoberfläche fallen, versickert nur ein kleiner Teil. Das meiste Wasser wird von Pflanzen gebunden oder wieder verdunstet. Auch von der Landoberfläche verdunstet ein kleiner Teil des Niederschlags. Das Grundwasser speist sich aus dem übrig gebliebenen Sickerwasser. Ein Teil des Grundwassers strömt unterirdisch Bächen und Flüssen zu, die daher auch Vorfluter genannt werden. Der Rest wird zum Teil sehr lange im Untergrund gespeichert und bildet so das Reservoir für einen Großteil unseres Trinkwassers.

Das Wasser, das durch Menschen genutzt wird, wird anschließend über Kläranlagen gereinigt und wieder in die Flüsse geleitet. Die Flüsse transportieren das Wasser, das aus Niederschlägen, aus Grundwasser oder aus Einleitungen stammt, wieder in die Meere, so dass sich der Wasserkreislauf schließt und von vorn beginnt.

Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Dr. Jörg Elbracht

Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie
Stilleweg 2
30655 Hannover
Tel: +49-(0)511-643-3613

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