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Gespräch mit Tiefgang: Fachveranstaltung zur Reduzierung der Bodenversiegelung
Auf Einladung des Niedersächsischen Umweltministeriums und des Landkreises Leer fand Ende April im Maritimen Kompetenzzentrum (MARIKO) in Leer die Fachveranstaltung „Gespräch mit Tiefgang: Boden schützen, Kommunen stärken“ statt. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Landkreisen sowie Planungsbüros nutzten die Gelegenheit, sich intensiv zu aktuellen Herausforderungen und Lösungsansätzen im Bodenschutz auszutauschen. Die inhaltliche Gestaltung wurde maßgeblich vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) unterstützt.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand Ziel 14 des Niedersächsischen Weges, das sich mit der Reduzierung der Neuversiegelung und vor diesem Hintergrund mit einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung befasst. Zudem ging es darum, wie der Bodenschutz in der kommunalen Planungspraxis gestärkt werden kann. In Fachvorträgen wurde zunächst die zentrale Bedeutung von Böden für Klimaschutz und -folgenanpassung, Wasserhaushalt und Lebensqualität hervorgehoben. Gleichzeitig wurden Zielkonflikte zwischen Flächenbedarfen für Wohnen, Gewerbe und Infrastruktur sowie dem Schutz natürlicher Bodenfunktionen beleuchtet.
Im zweiten Teil der Veranstaltung stand der Austausch und die Suche nach Lösungen im Vordergrund: Nach einer gemeinsamen Pause arbeiteten die Teilnehmenden in drei thematischen Gruppen an praxisnahen Fragestellungen zum Umgang mit Böden in der räumlichen Planung und Herausforderungen in der Siedlungsentwicklung. Diskutiert wurden unter anderem Strategien zur Innenentwicklung, Möglichkeiten zur Reduzierung von Versiegelung sowie Instrumente für eine nachhaltige Flächennutzung. Die Ergebnisse der Gruppenarbeiten wurden anschließend im Plenum vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Dabei zeigte sich ein großes Interesse an konkreten Handlungsansätzen und einer stärkeren Vernetzung zwischen den beteiligten Akteuren.
Dr. Robin Stadtmann und Uwe Hammerschmidt, Bodenschützer beim LBEG, zogen ein positives Fazit: „Das Fachgespräch hat wertvolle Impulse für die kommunale Praxis geliefert und den Dialog zwischen Fachbehörden, Planungsbüros und Kommunen gestärkt. Es ist wichtig zu unterstreichen, welche Bedeutung Böden für unsere Gesellschaft haben. Gleichzeitig müssen die Herausforderungen vor Ort verstanden und praxisnahe Lösungen aufgezeigt werden.“

