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erstellt am:
24.04.2026
In der Reihe „Kultur im Weißen Saal“ empfängt das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) einen ganz besonderen Gast: Der Schriftsteller Steffen Kopetzky stellt am Freitag, 8. Mai, ab 19.30 Uhr seine „Harzreise“ vor. Der Autor folgt in seinem Werk ganz bewusst den Spuren Heinrich Heines, dessen Harzreise vor 200 Jahren veröffentlicht wurde.
Es ist geradezu folgerichtig, dass Kopetzky im Rahmen seiner aktuellen Lesereise auch in Clausthal-Zellerfeld Station macht, in einer der zentralen Städte in der historischen Harzreise und auch ihrer Neuauflage. Den Rahmen für die Autorenlesung bildet der Dienstsitz des früheren Oberbergamtes, damals wie heute eines der imposantesten Gebäude im Oberharz – mit seinem historischen „Weißen Saal“ aus der Barockzeit, der ein ganz besonderes Ambiente schaffen wird.
Steffen Kopetzky macht sich in seiner gerade bei Rowohlt in Berlin erschienenen „Harzreise“ auf in eine nach wie vor faszinierende deutsche Seelenlandschaft: Im Harz spiegelt sich unser Land – er ist poetischer Märchenort und Brennpunkt der Klimakrise, offenbart historischen Reichtum, Strukturwandel und Armut, war geteilt zwischen Ost und West. Jener Streifen, der einst die Grenze war, ist heute als „Grünes Band“ einer der erfreulichsten Krafträume der Natur. Kopetzky stößt auf Erinnerungsorte unseres Landes, von Hexentanzplätzen am mythenumwobenen Brocken bis zu legendären Abhörstationen. Er macht berührend menschliche Erfahrungen, sieht aber auch die Realität einer verunsicherten Gesellschaft.
Als geschichtsbewusster Autor erzählt Kopetzky ein lebendiges Reiseabenteuer – und eine Deutschlanderkundung der besonderen Art. Der Harz – wunderschön und zugleich voller brisanter Themen zwischen gestern und heute, Naturzerstörung, Ost und West. Wie einst Heine macht sich auch Kopetzky in höchst unruhigen Zeiten auf in eine „Deutschlanderkundung“, so der Untertitel des brandneuen Buches.
Im Anschluss an die Lesung wird Steffen Kopetzky eine Signierstunde anbieten. Der Abend im Weißen Saal wird moderiert und musikalisch umrahmt von Stefan Wittke, dem Leiter der Öffentlichkeitsarbeit im LBEG.
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