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Mögliche Bodenbelastungen im Umfeld von Erdgasförderplätzen: LBEG startet Untersuchungskampagne in Bothel

23.07.2015


Im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sowie des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz untersucht das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) jetzt systematisch den Boden im Umfeld von Erdgasförderplätzen auf mögliche Schadstoffbelastungen. Die Kampagne, die zunächst 200 der insgesamt 455 Förderplätze in Niedersachsen Land erfasst, startet am

Montag, den 27. Juli 2015 um 11 Uhr
an der Erdgasförderbohrung Hemsbünde Z2
in Bothel (Landkreis Rotenburg/Wümme)

Hemsbünder Straße (K 239, Fahrtrichtung Rotenburg, ca. 1 km nordwestlich von Bothel).

LBEG-Präsident Andreas Sikorski wird zum Auftakt der Untersuchungen der Öffentlichkeit die Ziele des Programms vorstellen. Hierzu sind auch die Vertreter der Medien herzlich eingeladen.

Hintergrund:
Das aktuelle Programm, das bis Ende 2016 andauert, setzt die bisherigen Bodenuntersuchungen des LBEG im Umfeld von Erdgasförderplätzen fort. Die Kampagne sieht die Entnahme von Bodenproben durch einen externen Gutachter vor. Die oberflächennahen Proben (aus max. 30 cm Tiefe) werden anschließend im Labor auf mögliche Schadstoffe analysiert. Die Untersuchungen entsprechen den rechtlichen Vorgaben der Bundesbodenschutzverordnung. Sie erstrecken sich auf mögliche Belastungen durch Schwermetalle (u. a. Quecksilber, Blei und Cadmium), unterschiedliche Kohlenwasserstoffe wie z. B. BTEX (Benzol, Toluol, Ethylbenzol, Xylol) und PAK (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) sowie Dioxine. Außerdem wird die spezifische Radioaktivität untersucht.

Die Bodenuntersuchungen berücksichtigen alle Landkreise, in denen sich Erdgasförderplätze befinden. Neben dem Landkreis Rotenburg (Wümme) sind das Standorte in den Landkreisen Aurich, Celle, Cloppenburg, Diepholz, Emsland, Grafschaft Bentheim, Heidekreis, Leer, Nienburg, Oldenburg, Vechta und Verden sowie in der Stadt Emden und der Region Hannover.

Das LBEG wird die Ergebnisse der Analysen fortlaufend auf seiner Homepage im Internet veröffentlichen.

Bisherige Untersuchungsergebnisse zur Quecksilberbelastung an Förderplätzen



Dr. Thomas Schubert, Tel.: +49-(0)511-643-3470,
E-Mail: thomas.schubert@lbeg.niedersachsen.de
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