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Untersuchungen im Umfeld von Erdölplätzen: LBEG führt Kampagne in Landkreisen Grafschaft Bentheim und Emsland fort

Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) führt seine Bodenuntersuchungen im Umfeld von Erdölförderplätzen kommende Woche fort. Auf dem Programm stehen dann die Förderplätze in den Landkreisen Grafschaft Bentheim und Emsland. In den beiden Landkreisen wird der Boden im Umfeld von 119 Plätzen auf mögliche Beeinträchtigungen durch die Erdölförderung beprobt.

Das niedersachsenweite Untersuchungsprogramm musste zwischenzeitlich coronabedingt für knapp 5 Monate ausgesetzt werden. Bis dahin hatte das LBEG bereits in den Landkreisen Peine, Gifhorn, Uelzen, Celle, Diepholz, Vechta, Nienburg und Cloppenburg an 81 Plätzen etwa 400 Bodenproben genommen und auf mögliche Schadstoffeinträge (u.a. Schwermetalle und verschiedene Kohlenwasserstoffe) durch die Erdölförderung untersucht. Bisher sind dabei keine Auffälligkeiten zutage getreten.

Die ersten Untersuchungsergebnisse wurden Mitte Juni auf der Internetseite des LBEG veröffentlicht. Inzwischen können sie auch über den NIBIS Kartenserver der Landesbehörde eingesehen werden. Dort sind die Plätze auf einer digitalen Karte samt Gutachten geografisch dargestellt.

Ziel des ursprünglich auf zwei Jahre angelegten Programms ist es, belastbare Informationen in den Böden über mögliche Umweltbeeinträchtigungen durch die Erdölförderung im Umfeld der Bohrungen sowie deren Auswirkungen auf die Schutzgüter Pflanzen, Boden und Wasser sowie auf Menschen zu ermitteln.

Um eine aussagekräftige Datenbasis zu erhalten, sollen insgesamt 200 der knapp 1900 aktiven Erdölplätze in Niedersachsen bodenkundlich untersucht werden. Als Kriterien für diese Stichprobe werden unter anderem das Alter der jeweiligen Bohrung beziehungsweise die Dauer der Förderung, die Nutzung des Umfelds, die Zugänglichkeit oder mögliche Hinweise auf Belastungen herangezogen. Für die bodenkundlichen Untersuchungen werden Bodenproben aus dem direkten Umfeld der Bohrungen sowie der umliegenden landwirtschaftlichen Nutzflächen entnommen und im Labor unter anderem auf Schwermetalle und Kohlenwasserstoffe analysiert.

Hintergrund:

Die niedersächsische Landesregierung hatte im Juli 2015 das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) mit einem vergleichbaren Untersuchungsprogramm beauftragt, um belastbare Informationen in Böden über mögliche Umweltgefährdungen im Umfeld von Erdgasförderplätzen sowie deren Auswirkungen auf Schutzgüter zu ermitteln. Ziel war die Erhebung, Aufbereitung und Bewertung von schutzgutbezogenen, geowissenschaftlichen und bergbaulichen Daten im Umfeld der Anlagen zur Förderung von Erdgas in Niedersachsen. Hierzu wurde das Umfeld von 211 von insgesamt 455 niedersächsischen Erdgasförderplätzen nach der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) untersucht.

Mit Stand Januar 2018 hat das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) den Endbericht des Untersuchungsprogramms „Belastung von Böden im Umfeld aktiver Erdgasförderplätze in Niedersachsen“ (AG Hg I) vorgelegt und im Internet veröffentlicht. Auf Basis dieser Ergebnisse wurde empfohlen, im Umfeld von Erdölförderplätzen ebenfalls orientierende Bodenuntersuchungen vorzunehmen. Demzufolge setzte das LBEG 2018 ein Untersuchungsprogramm (AG Hg II) für die Jahre 2019 und 2020 für systematische Untersuchungen im Umfeld von Erdölförderplätzen auf. Dieses Programm startete im Sommer des vergangenen Jahres.

PM des LBEG zu den ersten Ergebnissen

Zum NIBIS Kartenserver mit den Ergebnissen

Antworten auf „Häufig gestellte Fragen“ zum Programm

Artikel-Informationen

erstellt am:
21.08.2020

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