Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie Niedersachen klar Logo

Jahresbericht "Erdöl und Erdgas in der Bundesrepublik Deutschland"

Zusammenfassung



to english version:

Der vorliegende Bericht gibt einen Überblick über die Ergebnisse der Exploration und Produktion von Erdöl und Erdgas sowie der Untertage-Gasspeicherung in Deutschland im Jahre 2019. Grundlage sind Daten der Erdöl- und Erdgasgesellschaften und der Bergbehörden der Länder, die vom LBEG regelmäßig erhoben werden.

Die Gesamtfläche der Erlaubnisfelder zur Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen hat sich gegenüber 2018 um weitere 7000 km² auf 46 600 km² verkleinert. Neue Erlaubnisse wurden nur in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt erteilt. Erloschen sind Erlaubnisfelder bzw. Teile von Erlaubnisfeldern in Niedersachsen, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

Die geophysikalischen Aktivitäten zur Erkundung des Untergrundes nach Erdöl und Erdgas waren überschaubar. Es wurden 2D-seismische Messungen im Umfang von 88 Profilkilometern akquiriert. 3D-seismische Messungen und gravimetrische Messungen wurden in 2019 nicht vorgenommen.

Die Anzahl der aktiven Explorationsbohrprojekte hat sich gegenüber dem Vorjahr von fünf auf zwölf mehr als verdoppelt. Weitere sieben Explorationsbohrungen hatten ihre Endteufe bereits vor 2019 erreicht, aber noch kein Ergebnis erhalten. Zwölf Explorationsbohrungen wurden in 2019 mit endgültigem Ergebnis abgeschlossen; davon waren zwei gasfündig und vier ölfündig.

Die Anzahl der aktiven Feldesentwicklungsbohrungen ist gegenüber 19 im Vorjahr auf 16 zurückgegangen. Weitere elf Bohrungen hatten ihre Endteufe bereits vor 2019 erreicht, aber noch kein Ergebnis erhalten. 13 Bohrungen wurden in 2019 mit erfolgreichem Ergebnis abgeschlossen; davon waren zwölf fündig und eine hatte ihr Ziel erreicht.

Die Bohrmeterleistung hat nach dem historischen Tiefstand im Vorjahr in 2019 kräftig zugelegt, und zwar um 67 Prozent auf 43 416 m.

Aufgrund der Erschöpfung der Lagerstätten ist die Erdgasförderung weiter zurückgegangen. Allerdings fiel der Rückgang geringer aus als in den letzten Jahren. Gegenüber dem Vorjahr hat die Jahresfördermenge um 2,7 Prozent abgenommen und betrug 6,6 Mrd. m³ in Feldesqualität.

Auch die Erdölförderung war erneut rückläufig. Verglichen mit dem Vorjahr hat die Fördermenge um 6,9 Prozent abgenommen und betrug etwa 1,9 Mio. t (inkl. Kondensat).

Die Summe der sicheren und wahrscheinlichen Erdgasreserven ist weiter zurückgegangen. Gegenüber dem Vorjahr haben die Reserven um 7,7 Mrd. m³ abgenommen und beliefen sich auf 46,6 Mrd. m³ in Feldesqualität. Die Reserven haben sich also um mehr als die in 2019 entnommene Fördermenge verringert.

Die Summe der sicheren und wahrscheinlichen Erdölreserven hat gegenüber dem Vorjahr um 1 Mio. t abgenommen und betrug 28 Mio. t. Die in 2019 entnommene Fördermenge konnte also etwa zur Hälfte durch neue Reserven ausgeglichen werden.

Das technisch nutzbare Arbeitsgasvolumen der Untertage-Erdgasspeicher hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Mrd. m³ auf 23,9 Mrd. m³ verringert. Nach gegenwärtigen Planungen soll das Arbeitsgasvolumen jedoch um weitere 2,5 Mrd. m³ ausgebaut werden.

zur deutschen Version:

Summary (Crude Oil and Natural Gas in Germany)

This report summarizes the results of oil and gas exploration and production, as well as underground gas storage activity in Germany for 2019. The report is based on data provided by oil and gas companies, as well as state mining authorities on regular request by the LBEG.

Compared to the previous year 2018, the total acreage of exploration licenses has decreased by a further 7,000 km² to 46,600 km². New exploration licenses were only granted in Lower Saxony and Saxony-Anhalt. Exploration licenses or parts thereof have expired in Lower Saxony, Brandenburg, North Rhine-Westphalia, Schleswig-Holstein and Mecklenburg-Western Pomerania.

Only minor geophysical activities for oil and gas exploration have been reported. 88 kilometers of 2D seismic lines were shot, but no 3D seismic surveys and no gravimetric measurements were undertaken in 2019.

Active exploration drilling projects more than doubled from five in the previous year to twelve in 2019. A further seven exploration wells had yet to report results, after reaching their final depth before 2019. In total, 12 exploration wells completed in 2019 with final results, two of these found gas and four found oil.

The number of active development wells decreased to 16 from 19 in the previous year. Another 11 wells had reached their target depth before 2019 without reporting final results. In total, 13 projects reported successful results in 2019, including 12 founding hydrocarbons and one reaching its target.

Following the all-time low in the previous year, in 2019 the drilling meterage increased significantly, by 67 percent, to 43,416 m.

Gas production continued to decline due to depletion of the reservoirs. The decline, though, was smaller than in recent years. Annual production fell by 2.7 percent compared to the previous year and amounted to 6.6 billion m³ (field quality).

Oil production also fell again, with a decline of 6.9 percent compared to the previous year and a total result of about 1.9 million tons (including condensate).

Combined proven and probable gas reserves declined in line with a similar trend in recent years. In comparison with the previous year, reserves fell by 7.7 billion m³ leaving reserves of 46.6 billion m³ in field quality. Hence, the reserves declined by more than the total volume produced in 2019.

The total remaining proven and probable oil reserves decreased by 1 million tons to 28 million tons. Roughly half of the oil volume produced in 2019 was consequently replaced by new reserves.

The available working gas volume of German underground gas storage facilities decreased by 0.4 billion m³ to 23.9 billion m³. According to current plans the working gas volume is to be increased by 2.5 billion m³ in the future.
LBEG, Erdöl-Erdgas-Jahresbericht 2019 Bildrechte: LBEG

Erdöl-Erdgas-Jahresbericht 2019

Artikel-Informationen

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln