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Geofakten zu Schwellenfundamenten

29.01.2019


Untersuchungsergebnisse aus Nordrhein-Westfalen haben gezeigt, dass Boden und Grundwasser im Umfeld von Freileitungsmasten für Höchstspannungsleitungen, die auf teerölimprägnierten Holzschwellenfundamenten gegründet sind, durch teeröltypische Schadstoffe (insbesondere Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe PAK) belastet sein können. Holzschwellenfundamente wurden bis Ende der 1950er Jahre verbaut. Für die Imprägnierung wurde die damals übliche Art der Gründung mit Teeröl versehen.

Mit den jetzt vorliegenden Geofakten 33 stellt das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie jetzt fachliche Eckpunkte bereit, um die möglicherweise von diesen Standorten ausgehenden Gefahren für das Grundwasser zu ermitteln und bewerten. Im Vordergrund steht dabei die Identifizierung von Standorten, die besonders dringend untersucht werden sollten. Die Erfahrungen in NRW zeigen, dass die Lage der Schwellen in der gesättigten Zone (Grundwasser) und ein gut durchlässiger quartärer Grundwasserleiter relevante Kriterien sind.

Die Ergebnisse dieser Risikoabschätzung können die Netzbetreiber nutzen, um den Rückbau ihrer Standorte entsprechend zu planen. Mit dieser Veröffentlichung hat das LBEG den Grundstein für eine landesweit einheitliche Vorgehensweise gelegt.

Hier geht es zu den Geofakten 33


LBEG

Prinzipskizze Freileitungsmast mit Holzschwellenfundament (BARKOWSKI & HEUCHTKÖTTER 2013)

Artikel-Informationen

29.01.2019

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