Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie Niedersachen klar Logo

10 Jahre Norddeutsche Geothermietagung: Ohne Erdwärme keine Wärmewende

Sie ist emissionsarm, klimafreundlich und fast überall einsetzbar – in Ballungsräumen ebenso, wie in strukturschwachen Regionen: Die Erdwärme. Über die Möglichkeiten und Potenziale dieser regenerativen Energiequelle tauschte sich heute im Geozentrum Hannover die Norddeutsche Erdwärme-Branche bei der zehnten Norddeutschen Geothermietagung aus. Die mehr als 140 Teilnehmer waren sich einig, dass die Geothermie zukünftig eine Schlüsselrolle bei der Wärmeversorgung und dem Klimaschutz in Norddeutschland spielen wird. Ohne Erdwärme keine Wärmewende war ein Fazit.

„Die Wärmenutzung durch oberflächennahe Geothermie nimmt nicht nur bei privaten Einfamilienhäusern, sondern auch bei Wohnquartieren und industriellen Anlagen kontinuierlich zu“, so Dr. Robert Schöner, Leiter des Zentrums für Tiefengeothermie, Oberflächennahe Geothermie (ZTG) im Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG). Alleine in Niedersachsen ist die Anzahl der oberflächennahen Erdwärme-Anlagen im vergangenen Jahr um rund 10 % gestiegen.

Praxisbeispiele zeigen, dass die Erdwärmenutzung bei Neubauten längst gängige Praxis ist. Gerade wenn Gebäude nicht nur beheizt, sondern klimatisiert werden sollen, ist die Geothermie meist unschlagbar wirtschaftlich. Aber auch ältere Bestandsbauten können bei einer entsprechenden Anpassung des Gebäudeheizsystems erfolgreich mit Erdwärme beheizt werden.

Gemeinden und Kommunen können die Erdwärmenutzung über gezielte Förderrichtlinien zum Klimaschutz unterstützen. Dadurch könnte gerade im Bereich der erdgekoppelten Wärmepumpen der Marktanteil gesteigert und die Klimabilanz der Kommune verbessert werden.

„Mit großen Geothermie-Anlagen ist es durchaus möglich, den Wärmebedarf von Wohnquartieren mit über hundert Wohneinheiten zu decken“, so Dr. Robert Schöner. Beispiele für Quartierslösungen, unter anderem aus Wolfsburg und Hannover, wurden auf der Veranstaltung präsentiert. Neben aktuellen Projektbeispielen stellten ausgewählte Referenten außerdem die Marktentwicklungen, politisch-rechtliche Rahmenbedingungen, Zukunftspotenziale und Innovationen vor.

Die Tagung wurde vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), dem Leibniz-Instituts für Angewandte Geophysik (LIAG) und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft hannoverimpuls GmbH in Kooperation mit der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) durchgeführt.

Die nächste Norddeutsche Geothermietagung findet am 15. Mai 2019 statt. Im Fokus steht dann die Tiefengeothermie.


Pressekontakt: Björn Völlmar, Tel.: 0511 643 3086,

E-Mail: presse@lbeg.niedersachsen.de, Internet: http://www.lbeg.niedersachsen.de


zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln