Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie klar

LBEG informiert - Leckage im Erdölfeld Georgsdorf

07.08.2012


Bei der Überprüfung einer Lagerstättenwasserleitung die durch die Erdölfelder Georgsdorf und Scheerhorn führt (Gemeinde Osterwald, Landkreis Grafschaft Bentheim), wurde am 06.08.2012 eine Leckage entdeckt. Da die Leckage an der erdverlegten Leitung der GDF SUEZ E&P DEUTSCHLAND GmbH im Erdölfeld Georgsdorf bei der Prüfung entstanden ist, wurde nur wenig Lagerstättenwasser freigesetzt. Nach ersten Abschätzungen ist eine Bodenfläche von 20 Quadratmetern betroffen. Der Betreiber des Erdölfeldes informierte umgehend das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG). Das LBEG hat die Ermittlungen zur Schadensursache aufgenommen und benachrichtigte die untere Wasserbehörde des Landkreises Grafschaft Bentheim sowie die Gemeinde Osterwald.Die Leckage befindetsich nahe der Straße Moosdieg.

Mitarbeiter des Unternehmens hatten während einer Leitungsüberprüfung einen Druckabfall festgestellt und die Anlage sofort außer Betrieb genommen. Ursache für den Druckabfall war die Leckage. Das genaue Schadensausmaß wird momentan von einem unabhängigen Gutachter ermittelt. Im Anschluss hat der Betreiber ein Sanierungskonzept zu erstellen und mit den entsprechenden Fachbehörden, wie der unteren Wasserbehörde, abzustimmen. Die Durchführung der Sanierungsmaßnahmen durch den Betreiber wird im Rahmen der Bergaufsicht vom LBEG kontrolliert.

Hintergrund Lagerstättenwasser:

Das in Deutschland geförderte Nassöl besteht nur zu 1 bis 5 % aus Erdöl. Der Rest ist Lagerstättenwasser. Bei der Aufbereitung wird das Erdöl vom Lagerstättenwasser getrennt. Bei diesem technischen Prozess verbleiben geringe Anteile von Kohlenwasserstoffen im Lagerstättenwasser, das überwiegend aus Wasser und Salzen besteht. Diese Kohlenwasserstoffe enthalten ebenso wie das Erdöl selbst BTEX-Aromate, darunter Benzol. Das Lagerstättenwasser wird über Verpressbohrungen zurück in die Erdöllagerstätte befördert. Dadurch kann der Nutzungsgrad der Erdöllagerstätte erhöht werden.

Weitere Informationen im Thema "Häufig gestellte Fragen":

http://www.lbeg.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=30976&article_id=106540&_psmand=4


Ansprechpartner:

Rochus Rieche, Tel. +49-(0)175/5840403

E-Mail: rochus.rieche@lbeg.niedersachsen.de


Pressesprecher:


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